07 March 2026, 16:16

Ramadan 2026: Streit um Fastenregeln eskaliert an NRW-Schule

Eine Gruppe von Menschen auf einer Bühne, jeder hält einen Blumenstrauß und Urkunden in der Hand, mit einem Bildschirm im Hintergrund, der "Yogyakarta Penang International School" anzeigt.

Schülestreit um das Fasten - Schulbehörde untersucht - Ramadan 2026: Streit um Fastenregeln eskaliert an NRW-Schule

Schulbehörden in Nordrhein-Westfalen prüfen Berichte über Auseinandersetzungen zwischen Schülern während des Ramadan 2026

In einer Gesamtschule in Kleve soll es nach Angaben der Behörden zu Konflikten zwischen fastenden und nicht fastenden Schülern gekommen sein. Die Schulaufsicht betont, dass gegenseitiger Respekt an allen Schulen der Region ein zentraler Grundsatz bleibt.

Die Streitigkeiten begannen demnach, als muslimische Schüler, die den Ramadan 2026 einhielten, von Mitschülern verlangten, in den Pausen auf Snacks zu verzichten. Einige nicht fastende Jugendliche hätten daraufhin bewusst vor den Fastenden gegessen, um sie zu provozieren – die Situation eskalierte. Ein Lehrer griff ein, indem er beide Gruppen anwies, sich voneinander abzuwenden, um weitere Konfrontationen zu vermeiden.

Nordrhein-westfälische Schulen verfügen über klare Richtlinien zum Umgang mit religiösen Praktiken. Gesetzlich ist festgelegt, dass kein Schüler gegen seinen Willen zu religiösen Bräuchen verpflichtet werden darf. Versuche, solche Regeln durchzusetzen, werden vom Schulpersonal konsequent unterbunden.

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Das Düsseldorfer Bildungsministerium nimmt die Vorwürfe ernst und hat eine umfassende Untersuchung der Vorfälle in Kleve eingeleitet. Zwar gibt es keine offiziellen Zahlen zu ähnlichen Fällen in der Region, doch die Behörden stellen klar: Ein solches Verhalten werde nicht toleriert.

Das Fasten im Ramadan 2026 zählt zu den fünf Säulen des Islam und wird von vielen muslimischen Schülern praktiziert. Gleichzeitig gilt jedoch der Grundsatz, dass persönliche religiöse Entscheidungen weder den Schulbetrieb stören noch die Freiheitsrechte anderer einschränken dürfen.

Die Ermittlungen zum Vorfall in Kleve laufen noch. Die Verantwortlichen werden prüfen, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind, um künftige Konflikte zu verhindern. Die Schulen in Nordrhein-Westfalen bleiben verpflichtet, in religiösen Fragen Respekt und Neutralität zu wahren.

Quelle