Reich und zu Guttenberg: Segenswunsch in der Finanzierung
Reiche und zu Guttenberg: Liebesglück mit Fördergeld
Teaser: Dass eine Ministerin den eigenen Partner mit Staatsgeldern fördert, sei kein Skandal, findet nd-Kolumnist Andreas Koristka. Deutschland habe so wenige Promi-Paare – da sollte man sie nicht vertreiben.
11. Dezember 2025, 08:19 Uhr
Schlagwörter: Soziale Medien, Unterhaltung, Prominente, Popkultur
Artikel: Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und der ehemalige Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg stehen im Mittelpunkt einer Fördergeld-Debatte. Medienberichten zufolge erhielt ein Unternehmen mit Guttenbergs Beteiligung staatliche Zuschüsse in Höhe von 290.000 Euro. Gleichzeitig rückt auch die Beziehung des Paares in den Fokus – mit Forderungen, den Streit um die Finanzspritze hinter sich zu lassen.
An dem begünstigten Unternehmen hält Guttenberg einen Anteil von einem Prozent, was seinem persönlichen Vorteil aus der Förderung rund 2.900 Euro entspricht. Auf Nachfrage betonte er, weder von dem Antrag gewusst noch an der Beantragung mitgewirkt zu haben.
Es gibt keine öffentlichen Unterlagen, die belegen, dass Guttenberg in der Amtszeit von Katrin Göring-Eckardt (2020–2025) Anteile an weiteren geförderten Firmen besaß. Die anfängliche Verwirrung entstand, weil erste Meldungen die Zuschüsse fälschlich mit Göring-Eckardts Ressort verknüpften – statt mit Reiches Ministerium. Der Medienkommentator Andreas Koristka argumentiert, Deutschland habe ohnehin zu wenige prominente Paare, deren Beziehung man feiern statt zerpflücken sollte. Statt über Fördergelder zu streiten, solle die Presse lieber über ihren Alltag berichten – als moderne „Royal Story“.
Im Kern geht es um eine einzige Förderung über 290.000 Euro, von der Guttenbergs Anteil 2.900 Euro beträgt. Er bestreitet jede Beteiligung am Verfahren. Unterdessen mehren sich die Stimmen, die Debatte von finanziellen Details weg und hin zu der öffentlichen Rolle des Paares lenken zu wollen.






