Rekordnachfrage: 121 neue Photovoltaik-Projekte in Deutschlands Solarausschreibung vergeben

Horst-Dieter Gertz
Horst-Dieter Gertz
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Mehrere Masten und Geböude mit Lichtern unter einem bewölktem Himmel, mit ihren Reflexionen sichtbar.Horst-Dieter Gertz

Rekordnachfrage: 121 neue Photovoltaik-Projekte in Deutschlands Solarausschreibung vergeben

Deutschlands jüngste Solarausschreibung vergibt Verträge für 121 neue Photovoltaik-Projekte

In der Oktober-Runde der Solarausschreibung wurden Verträge für 121 neue Photovoltaik-Anlagen vergeben – mit deutlich höherem Interesse und höheren Preisen als noch im Juni. Insgesamt wurde eine Leistung von 281 Megawatt (MW) zugeteilt. Alle gültigen Gebote erhielten eine Förderung, was die starke Nachfrage im Sektor widerspiegelt.

Die Bundesnetzagentur leitete die Ausschreibung, die sich auf Dach- und Lärmschutzwall-Solaranlagen konzentrierte. Die Projektegrößen lagen zwischen 1 und 20 MW. Die insgesamt 281 MW verteilen sich auf die 121 erfolgreichen Bieter.

Nordrhein-Westfalen führte bei der Anzahl der Verträge mit 29 Projekten und einer Gesamtleistung von 57 MW. Bayern sicherte sich jedoch den größten Kapazitätsanteil: 19 Projekte mit insgesamt 59 MW. Der gewichtete Durchschnittspreis lag bei 9,66 Cent pro Kilowattstunde (kWh).

Die Preise in dieser Runde lagen höher als im Juni; die vergebenen Tarife bewegten sich zwischen 8,28 und 10,40 Cent pro kWh. Unabhängig davon erhalten kleinere Anlagen bis 100 Kilowatt weiterhin feste Einspeisevergütungen – zwischen 6,32 und 12,47 Cent pro kWh bei Volleinspeisung.

Die Oktober-Ausschreibung stieß auf größeres Interesse als die Vorrunde, obwohl das gleiche Volumen angeboten wurde. Da alle gültigen Gebote berücksichtigt wurden, ist die weitere Expansion der Solarenergie gesichert. Die Ergebnisse zeigen regionale Unterschiede bei der Kapazitätsverteilung und Preisentwicklung auf.