Remscheid erklärt getunten "Protz-Autos" mit Verweilverbot und Bußgeldern den Kampf
Horst-Dieter GertzRemscheid erklärt getunten "Protz-Autos" mit Verweilverbot und Bußgeldern den Kampf
Remscheid geht mit neuen Maßnahmen gegen die lokale „Protz-Auto“-Szene vor. Eine geplante „Verweilverbot“-Regelung auf öffentlichen Parkplätzen soll Treffen von getunten Fahrzeugen unterbinden. Der Vorschlag wird am kommenden Donnerstag im Stadtrat zur Abstimmung stehen.
Die Poser-Szene hat insbesondere im Stadtteil Lennep wiederholt für Unruhe gesorgt. Gruppen von bis zu 40 modifizierten Autos treffen sich auf Parkplätzen, was zu Lärmbelästigung und Störungen für Anwohner führt. Es ist bereits der zweite Versuch der Stadt, das Problem in den Griff zu bekommen – ein ähnlicher Antrag war vor drei Jahren gescheitert.
Der aktuelle Plan sieht strengere Kontrollmaßnahmen vor. Besitzer privater Parkplätze erhalten eine direkte Hotline zur Polizei, um selbst Verstöße melden und Durchfahrtsverbote durchsetzen zu können. Bei Annahme des Antrags werden Zusammenkünfte verboten, Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 1.000 Euro geahndet werden.
Stadträtin Barbara Reul-Nocke skizzierte weitere Schritte zur Reduzierung nächtlicher Rüstörungen. Dazu gehören die Installation von Bodenschwellen und „Schlafpolizisten“ auf Straßen, die häufig von Posern genutzt werden. Die Stadt hofft, dass diese kombinierten Maßnahmen den anhaltenden Problemen ein Ende setzen.
Der Stadtrat stimmt am Donnerstag über den Vorschlag ab. Bei einer Zustimmung erhalten Behörden und Privateigentümer mehr Befugnisse, um Treffen aufzulösen. Bußgelder und physische Verkehrsmaßnahmen sollen Teil der harten Gangart gegen rücksichtsloses Verhalten sein.






