Revolutionäre Lithium-Ionen-Batterie 2026: 60 Prozent mehr Leistung für E-Autos
Christoph DöhnRevolutionäre Lithium-Ionen-Batterie 2026: 60 Prozent mehr Leistung für E-Autos
Neue Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batteriezelle kommt 2026 auf den Markt
Bis März 2026 soll eine revolutionäre Lithium-Ionen-Batteriezelle mit extrem hoher Leistungsdichte auf den Markt kommen. Entwickelt wurde die Technologie in einer Kooperation zwischen Asahi Kasei und EAS Batteries und verspricht deutliche Leistungssteigerungen gegenüber herkömmlichen Akkus. Beide Unternehmen haben zudem vereinbart, ihre Innovationen mit globalen Herstellern zu teilen, um die Verbreitung insbesondere in der Mobilitätsbranche zu beschleunigen.
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht ein von Asahi Kasei entwickelter Elektrolyt auf Acetonitril-Basis, der die Effizienz der Batterie deutlich erhöht. In Kombination mit der Lithium-Eisenphosphat-(LFP)-Kathode von EAS Batteries erreicht die neue Zelle eine Dauerleistungsabgabe von 2.550 Watt pro Kilogramm – ein Plus von 60 Prozent im Vergleich zu Zellen mit Standard-Elektrolyten. Bei kurzen Spitzenbelastungen sind sogar 3.760 W/kg möglich, was einer 10-prozentigen Steigerung gegenüber bestehenden Modellen entspricht.
Dank der hohen Ionenleitfähigkeit des Elektrolyten sinkt der Innenwiderstand der Zelle, was selbst bei extremen Temperaturen zu einer verbesserten Leistung führt. Tests zeigen, dass die Batterie nach 2.400 vollständigen Ladezyklen bei Raumtemperatur noch 80 Prozent ihrer Kapazität behält. Diese Langlebigkeit macht sie besonders attraktiv für anspruchsvolle Anwendungen wie Elektrofahrzeuge.
Die Partnerschaft zwischen Asahi Kasei und EAS Batteries wurde durch einen Lizenzvertrag besiegelt, der sowohl die Elektrolyt-Technologie als auch die neue zylindrische Zelle vom Typ UHP601300 LFP 22 abdeckt. Neben der eigenen Produktion planen die Unternehmen, die kombinierten Technologien an globale Originalausrüster (OEMs) und Batteriehersteller zu unterlizenzieren. Asahi Kasei strebt an, zwischen 2025 und 2027 mindestens zehn neue Lizenzverträge abzuschließen und bis 2030 kumulierte Gewinne von über 10 Milliarden Yen zu erzielen.
Der Marktstart der neuen Batteriezelle ist für frühes 2026 geplant. Sie soll mehr Leistung und eine längere Lebensdauer bieten als aktuelle Modelle. Da bereits erste Lizenzvereinbarungen bestehen, könnte die Technologie bald in einer breiten Palette von Mobilitätsprodukten zum Einsatz kommen. Der Fokus auf Unterlizenzen deutet darauf hin, dass in den kommenden Jahren eine breitere Branchenakzeptanz zu erwarten ist.






