04 May 2026, 16:22

Rewe-Chef Souque greift Markenhersteller wegen hoher Preise an

Balkendiagramm, das den Verbraucherpreisindex von Oktober 2020 bis Oktober 2021 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Rewe-Chef Souque greift Markenhersteller wegen hoher Preise an

Lionel Souque, der Vorstandsvorsitzende der deutschen Supermarktkette Rewe, hat große Lebensmittelmarken scharf kritisiert, weil diese ihre Preise trotz sinkender Rohstoffkosten nicht senken. Gleichzeitig kündigte er an, dass Rewe als Reaktion auf die geplante Steuerentlastung die eigenen Preise reduzieren werde – ganz ähnlich wie während der Pandemie.

Als Beispiel für ungerechtfertigte Preiserhöhungen nannte Souque Schokoladenprodukte. Besonders hervorgehoben wurde die Milka-Alpenmilch-Tafel, die bei gleichzeitiger Preiserhöhung an Gewicht verloren hat, wodurch der Kilopreis stieg. Auch die Marken Lindt und Mondelez nannte er als Unternehmen, die trotz gesunkener Rohstoffkosten nur zögerlich bei Preisanpassungen reagieren.

Rewe hat bereits zweimal den Preis der hauseigenen 100-Gramm-Budget-Schokoladentafel gesenkt – zunächst auf 89 Cent, dann auf 79 Cent. Souque betonte, dass Preisanpassungen immer im gesamten Sortiment betrachtet werden müssten und nicht nur bei Einzelprodukten.

Der Rewe-Chef bestätigte zudem, dass das Unternehmen die Ersparnisse aus der geplanten Mehrwertsteuersenkung an die Kunden weitergeben werde. Ein ähnliches Vorgehen hatte der Händler bereits während der Coronakrise gewählt, um sicherzustellen, dass die Verbraucher von den Steuererleichterungen an der Kasse profitierten.

Souques Äußerungen erhöhen den Druck auf die großen Markenhersteller, die gesunkenen Rohstoffpreise auch in den Verkaufspreisen widerzuspiegeln. Mit den Preissenkungen bei den Eigenmarken will Rewe ein Zeichen setzen. Die Maßnahme entspricht der bisherigen Unternehmenspolitik, Steuerersparnisse direkt an die Verbraucher weiterzugeben.

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