Rheinisch-Bergischer Kreis reformiert Katastrophenschutz mit zwei neuen Abteilungen ab Januar 2026

Kristiane Dippel
Kristiane Dippel
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Eine Schwarz-Weiß-Detailkarte der Stadt Rhein, die Straßen, Gebäude und andere Merkmale zeigt, mit Textanmerkungen.Kristiane Dippel

Rheinisch-Bergischer Kreis reformiert Katastrophenschutz mit zwei neuen Abteilungen ab Januar 2026

Rheinisch-Bergischer Kreis reformiert seinen Katastrophenschutz: Zwei neue Fachabteilungen ab Januar 2026

Der Rheinisch-Bergische Kreis hat seinen Rettungs- und Katastrophenschutz in zwei eigenständige Abteilungen umstrukturiert. Die Neuerungen treten im Januar 2026 in Kraft und zielen darauf ab, die Reaktion auf extremwetterbedingte Katastrophen und zivile Notlagen zu verbessern. Kreisvertreter bezeichnen den Schritt als Meilenstein für mehr Effizienz und bessere Abstimmung in der Einsatzführung.

Die neu geschaffene Abteilung Brand- und Katastrophenschutz (Dezernat 37) wird sich auf die Stärkung der Zusammenarbeit mit örtlichen Feuerwehrverbänden und Hilfsorganisationen konzentrieren. Leiter der Einheit ist Kreisbrandmeister Manuel Packhäuser, der über langjährige Erfahrung in der Bewältigung großflächiger Einsatzlagen verfügt.

Die zweite Abteilung, Rettungsdienst und Leitstellen (Dezernat 38), übernimmt die Standardisierung der Notfallversorgung sowie die Steuerung von Ressourcen. Geleitet wird sie gemeinsam vom Verwaltungsexperten Thomas Hagen und dem Ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes, Dr. Florian Breuer. Diese Doppelspitze soll sicherstellen, dass sowohl operative als auch medizinische Fachkompetenz in Entscheidungsprozesse einfließen.

Die Aufteilung spiegelt die rechtlichen Trennungen zwischen Brandschutz und Rettungsdienst wider, wie sie in Nordrhein-Westfalen üblich sind. Die Behörden begründen die Reform mit den wachsenden Herausforderungen durch Extremwetterereignisse und neue zivile Bedrohungsszenarien.

Die Umstrukturierung startet offiziell im Januar 2026. Beide Abteilungen arbeiten zwar eigenständig, kooperieren aber bei übergreifenden Notfällen. Von den Änderungen versprechen sich die Verantwortlichen beschleunigte Einsatzabläufe und eine höhere Versorgungsqualität im gesamten Kreisgebiet.