Rheinmetall kassiert Milliardenaufträge – Aktie erreicht Rekordhoch nach Verteidigungsdeals

Horst-Dieter Gertz
Horst-Dieter Gertz
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Eine Person in militärischer Uniform und Helm hält eine Waffe, mit dem Text "Investieren Sie in die Invasion, kaufen Sie Kriegsanleihen" darüber, die eine entschlossene Miene ausdrückt.Horst-Dieter Gertz

Rheinmetall kassiert Milliardenaufträge – Aktie erreicht Rekordhoch nach Verteidigungsdeals

Rheinmetall sichert sich Reihe großer Rüstungsaufträge – Aktienkurs steigt

Rheinmetall hat eine Reihe bedeutender Verteidigungsverträge an Land gezogen und damit seine Marktposition sowie den Aktienkurs gestärkt. Zu den jüngsten Abkommen gehören ein mehrjähriger Rahmenvertrag mit den niederländischen Streitkräften sowie ein großer Auftrag für die Lynx-2-Aufklärungsfahrzeuge der deutschen Bundeswehr. Anleger reagierten positiv: Innerhalb einer Woche stieg der Kurs des Konzerns um acht Prozent.

Im Januar 2026 unterzeichnete Rheinmetall einen fünfjährigen Rahmenvertrag mit den niederländischen Streitkräften über die Produktion und Lieferung von rund 15 verschiedenen Handgranatentypen. Das Volumen des Auftrags liegt im mittleren dreistelligen Millionenbereich; zudem besteht die Option einer Verlängerung um zwei weitere Jahre. Timo Haas, Leiter der Sparte Digital Systems bei Rheinmetall, bezeichnete die Vereinbarung als "starkes Signal für die europäische Verteidigungskooperation".

Schon im Dezember 2025 hatte das Unternehmen einen Rahmenvertrag mit Hensoldt über Radarsysteme für die Luftverteidigung finalisiert. Zudem schloss Rheinmetall kürzlich eine Absichtserklärung mit dem schwedischen Stahlhersteller SSAB über die Lieferung von CO₂-freiem Stahl ab – ein Schritt, der die Nachhaltigkeitsziele des Konzerns unterstreicht.

Ein weiterer großer Erfolg gelingt Rheinmetall mit dem Lynx-2-Programm der Bundeswehr: Die Rheinmetall Electronics GmbH in Bremen wird bis 2031 insgesamt 274 CT-025-Türme liefern – den ersten Großauftrag für dieses neu entwickelte, unbemannte Turm-System. Der CT-025 dient als modulare Plattform mit hoher Einsatzflexibilität und Anpassungsfähigkeit für verschiedene Missionen. Der Vertrag umfasst zudem Oerlikon-KBA-25-Maschinenkanonen und moderne Simulatoren. Haas lobte das Geschäft als "bedeutenden Erfolg für den Standort Bremen und die Kollegen in Rom".

Die positiven Meldungen schlugen sich auch im Aktienkurs nieder: Innerhalb einer Woche kletterte dieser von 1.611 auf 1.740 Euro. Dies markiert eine Trendwende nach monatelanger Marktunsicherheit und unterstreicht das Vertrauen der Anleger in die Wachstumsperspektiven von Rheinmetall. Das Unternehmen verwies zudem auf mögliche internationale Aufträge im Volumen von bis zu 80 Milliarden Euro für 2026, darunter Großprojekte wie die Boxer-Schützenpanzer und die Fregatten der Klassen F126 und F127.

Mit den jüngsten Verträgen festigt Rheinmetall seine Rolle in der europäischen Sicherheitsarchitektur und erweitert sein technologisches Portfolio – von Handgranaten bis hin zu hochmodernen Turm-Systemen. Die langfristige Auslastung der Produktion und stabile Einnahmen sind damit gesichert. Bei steigenden Aktienkursen und neuen Partnerschaften ist der Konzern gut aufgestellt, um sein Wachstum in der Rüstungsbranche fortzusetzen.