06 March 2026, 16:19

Rheinmetall übernimmt kroatischen Robotik-Spezialisten für autonome Kriegsführung

Ein Roboter mit einer Waffe in der Hand steht vor einer Stadtkulisse mit Gebäuden, einem Pfahl und dem Himmel im Hintergrund und sieht bereit für den Kampf aus.

Rheinmetall übernimmt kroatischen Robotik-Spezialisten für autonome Kriegsführung

Rüstungsriese Rheinmetall Aktie steigt mit Übernahme in Kroatien in autonome Kriegführung ein

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat einen bedeutenden Schritt in Richtung autonomer Kriegführung unternommen, indem er 51 Prozent des kroatischen Robotikunternehmens DOK-ING übernommen hat. Die vergangene Woche bekannt gegebene Transaktion stärkt Rheinmetalls Position im Bereich unbemannter Militärsysteme und erweitert seine Kompetenzen in der robotergestützten Minenräumung und Gefechtsunterstützung. Zwar steht noch die regulatorische Genehmigung aus, doch passt der Schritt in die langfristige Strategie des Konzerns.

Seit Jahren investiert Rheinmetall massiv in autonome Waffensysteme. Das Wingman-Projekt, bei dem robotergestützte Begleitfahrzeuge für Kampfpanzer entwickelt werden, sowie der KF51 Panther – ein digital gesteuerter Panzer mit hochmoderner Feuerkraft und Cyberabwehr – unterstreichen diesen Fokus. Die Zusammenarbeit mit DOK-ING, einem führenden Anbieter in der robotergestützten Minenräumung mit Einsätzen in Krisengebieten wie der Ukraine, begann 2024, als beide Unternehmen vereinbarten, gemeinsam unbemannte Transport- und Gefechtsunterstützungssysteme zu entwickeln.

Die Übernahme schließt eine wichtige Lücke im Portfolio von Rheinmetall und ermöglicht es dem Konzern, die Entwicklung unbemannter Bodensysteme zu beschleunigen. In Kroatien soll nun ein neues Kompetenzzentrum für autonome Kriegführung entstehen, das die technischen Fähigkeiten des Unternehmens weiter stärkt. Analysten betonen, dass der Deal zu Rheinmetalls übergeordneter Betriebsstrategie passt – insbesondere vor dem Hintergrund, dass moderne Streitkräfte zunehmend autonome Lösungen nachfragen.

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Trotz der strategischen Bedeutung der Übernahme gab die Rheinmetall Aktie vergangene Woche um etwa 6,5 Prozent nach und schloss bei 1.557,50 Euro. Dennoch liegt der Kurs im Vergleich zum Vorjahr noch über 30 Prozent höher, gestützt durch einen starken Auftragsbestand und steigende globale Verteidigungsbudgets.

Mit der Übernahme von DOK-ING positioniert sich Rheinmetall als Vorreiter in der autonomen Militärtechnologie. Mit dem neuen Forschungsstandort in Kroatien und laufenden Projekten wie Wingman und dem KF51 Panther ist das Unternehmen bereit, sein Angebot an unbemannten Systemen auszubauen. Bevor der Deal endgültig vollzogen wird, steht nun die regulatorische Freigabe an.

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