Rilke-Hommage in St. Ingbert begeistert mit Lyrik und lebendigem Dialog
Christoph DöhnRilke-Hommage in St. Ingbert begeistert mit Lyrik und lebendigem Dialog
Im Kulturzentrum Annastraße in St. Ingbert fand eine literarische Hommage an Rainer Maria Rilke statt. Die ursprünglich in der Stadtbibliothek geplante Veranstaltung musste aufgrund deren vorübergehender Schließung verlegt werden. Die Schauspieler Thomas Kuhn und Stefan Schwarzmüller präsentierten einen lebendigen Dialog zwischen einem fiktiven Autor und einem Verlagslektor, der sich um das Leben und Werk des Dichters drehte.
Der Abend begann mit einer Lesung von Rilkes Der Panther, die eine nachdenkliche Stimmung schuf. Kuhn und Schwarzmüller führten anschließend ein geistreiches Gespräch, das Rilkes enge Verbindung zu Frankreich und seine komplexen Beziehungen zu Frauen beleuchtete. Ihre Darstellung hob zudem das Talent des Poeten hervor, verborgene emotionale Schichten freizulegen.
Das Programm endete mit Vorträgen einiger von Rilkes bekanntesten Werken. Die Veranstaltung, moderiert von den Organisatoren Gertrud Fickinger und Jürgen Bost, stieß auf großes Publikuminteresse. Angesichts der begeisterten Resonanz wird nun über eine Wiederholung im nächsten Jahr nachgedacht. Der Zeitpunkt der Ehrung ist bemerkenswert, da 2025 der 150. Geburtstag Rilkes begangen wird, gefolgt vom 100. Todestag im Jahr 2026.
Die Veranstaltung zeigte Rilkes anhaltenden Einfluss durch eine Mischung aus Lyrik und szenischer Lesung. Aufgrund der hohen Nachfrage prüfen die Organisatoren eine weitere Aufführung im Jahr 2025 – passend zu den Jubiläen, die zusätzliche Gelegenheiten bieten, das Erbe des Dichters zu würdigen.






