Rossmann stoppt Logistikzentrum in Lünen – politische Debatten schrecken ab
Horst-Dieter GertzRossmann stoppt Logistikzentrum in Lünen – politische Debatten schrecken ab
Rossmann gibt Pläne für Logistikzentrum in Lünen auf
Der Drogeriemarktkette Rossmann hat seine Pläne zum Bau eines Logistikzentrums auf dem ehemaligen Steag-Industriegelände in Lünen fallen lassen. Die geplante Anlage hätte 1.400 Arbeitsplätze geschaffen. Als Hauptgrund für den Rückzug nannte das Unternehmen den negativen Eindruck, den aktuelle politische Debatten hinterlassen hätten.
Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg zeigte sich enttäuscht von der Entscheidung. Sie betonte das große Interesse der Stadt, das Steag-Gelände zu entwickeln, um Arbeitsplätze zu sichern und die Einnahmen zu steigern. Gleichzeitig rief sie alle Fraktionen im Stadtrat auf, die Bemühungen um die Ansiedlung neuer Unternehmen in der Region zu unterstützen.
Der technische Beigeordnete Arnold Reeker bestätigte, dass die Entwicklung des Steag-Areals unabhängig von Rossmanns Rückzug weiterverfolgt werde. Die nächsten Schritte müssten jedoch sorgfältig abgewogen werden. In einer Stellungnahme lobte Rossmann die Stadtverwaltung für die professionelle und konstruktive Zusammenarbeit während der Planungsphase.
Ursprünglich hatte das Unternehmen das Logistikzentrum in enger Abstimmung mit der lokalen Politik aufbauen wollen. Doch das politische Klima nach der Bekanntgabe der Investition beeinflusste letztlich die Endentscheidung.
Der Rückzug von Rossmann lässt die Zukunft des Steag-Geländes zwar ungewiss, aber nicht zum Stillstand gekommen zurück. Die Stadtverantwortlichen bleiben entschlossen, die Entwicklungspläne voranzutreiben. Der Fall zeigt, wie schwierig es ist, politische Diskussionen mit unternehmerischem Vertrauen in Einklang zu bringen.
