Ruhrfestspiele 2024 starten mit packendem Flüchtlingsdrama aus dem Iran
Kristiane DippelRuhr Festival Startet mit iranischem Drama auf Persisch - Ruhrfestspiele 2024 starten mit packendem Flüchtlingsdrama aus dem Iran
Die Ruhrfestspiele 2024 eröffnen mit einem eindringlichen Flüchtlingsdrama aus dem Iran, das auf Persisch mit Untertiteln aufgeführt wird. In diesem Jahr wartet das Festival mit Weltpremieren, Deutschlandpremieren und Auftritten renommierter Schauspieler auf. Während die Hauptspielstätte saniert wird, finden die Veranstaltungen in einem provisorischen Zelt statt.
Den Auftakt macht am 3. Mai Das Kind (The Child) der iranischen Dramatikerin Naghmeh Samini. Das Stück begleitet drei Frauen und ein Kind, die an einer europäischen Grenze gestrandet sind. Die Inszenierung in persischer Sprache mit deutschen und englischen Untertiteln ist die erste Produktion des diesjährigen Theaterprogramms.
Die Anreise des Ensembles nach Recklinghausen erforderte enge Abstimmung zwischen Festivalleiter Olaf Kröck, der Theatergruppe und dem Auswärtigen Amt. Sollten die Schauspieler nicht einreisen können, gibt es keine Ersatzaufführung.
Die Eröffnungsrede hält die Büchner-Preisträgerin Ursula Krechel. Ihr Vortrag im Festzelt am 3. Mai gibt den Ton für die Veranstaltung vor.
Das diesjährige Programm rückt Künstler mit Flucht- oder Migrationshintergrund in den Fokus. Drei der Weltpremieren und Deutschlandpremieren stammen von Autoren, die selbst Vertriebene waren. Daneben wirken hochkarätige Schauspieler wie Katja Riemann, Katharina Thalbach und Joachim Król in verschiedenen Produktionen mit.
Da die Hauptspielstätte wegen Sanierungsarbeiten geschlossen ist, finden alle Vorstellungen in einem eigens errichteten Zelt mit fast 500 Plätzen statt.
Das Festival verbindet drängende Erzählstoffe mit prominenten Künstlern – von iranischen Flüchtlingsgeschichten bis zu Werken von Migranten. Während die übliche Spielstätte modernisiert wird, laufen die Aufführungen im provisorischen Zelt. Die Veranstalter betonen, wie entscheidend es ist, die Anreise des Ensembles zu sichern, damit die Eröffnungsproduktion stattfinden kann.






