RWE baut größten Batteriespeicher Großbritanniens – Aktie klettert auf Rekordniveau

Horst-Dieter Gertz
Horst-Dieter Gertz
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Ein Fabrikinnenraum mit Trägern, einer Treppe, Geländer, Containern, Lampen, Rohren und Wänden.Horst-Dieter Gertz

RWE baut größten Batteriespeicher Großbritanniens – Aktie klettert auf Rekordniveau

RWE hat Pläne für sein bisher größtes Batteriespeicherprojekt im Vereinigten Königreich bekannt gegeben. Der Bau soll 2026 beginnen. Das Vorhaben am Pembroke Net Zero Centre in Südwales wird 212 moderne Lithium-Ionen-Batteriecontainer umfassen. Zudem prüft das Unternehmen an demselben Standort die Produktion von grünem Wasserstoff als Teil seiner umfassenden Strategie zur Energiewende.

Unterdessen ist die RWE Aktie in diesem Jahr um über 47 Prozent gestiegen und liegt derzeit bei etwa 43,64 Euro pro Aktie. Der Anstieg erfolgt vor dem Hintergrund wichtiger Vertragsabschlüsse und der Ausweitung des Portfolios für erneuerbare Energien.

Das Pembroke-Projekt wird eine Spitzenleistung von 350 Megawatt (MW) und eine Speicherkapazität von 700 Megawattstunden (MWh) aufweisen. RWE investiert rund 200 Millionen Pfund (umgerechnet etwa 265 Millionen US-Dollar) in das Projekt – das bisher größte Batteriespeicherunterfangen des Konzerns. Der Baubeginn ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant, die vollständige Inbetriebnahme soll bis Ende 2028 erfolgen.

Das Projekt ist Teil des Pembroke Net Zero Centre, wo RWE auch die Möglichkeiten der grünen Wasserstoffproduktion evaluiert. Dies passt zur breiten Ausrichtung des Unternehmens auf CO₂-arme Technologien und Dienstleistungen zur Netzstabilisierung. Kürzlich sicherte sich RWE einen Vertrag in der britischen Kapazitätsmarkt-Auktion, der feste Zahlungen für die Bereitstellung von Netzdienstleistungen garantiert und die wirtschaftliche Perspektive des Projekts weiter stärkt. Die starke Marktperformance der RWE Aktie – die Aktie nähert sich mit 46,75 Euro einem 52-Wochen-Hoch – spiegelt das Vertrauen der Anleger in die Energiewende-Pläne wider.

Bisher wurde noch keine spezifische Institution benannt, die das 350-MW-Batteriesystem errichten oder betreiben soll. Doch RWEs Erfahrung in Großprojekten der Energiewirtschaft – etwa durch den jüngsten Verkauf eines 350-MW-Offshore-Windparks in Polen – unterstreicht seine Kompetenz in diesem Sektor.

Das Batteriespeicherprojekt in Pembroke wird eine Schlüsselrolle in RWEs Ausbau der erneuerbaren Energien spielen. Mit dem für 2026 geplanten Baubeginn und einer Investition von 200 Millionen Pfund soll die Anlage die Netzstabilität verbessern und den Übergang Großbritanniens zu sauberer Energie unterstützen. Der steigende Aktienkurs und die jüngsten Vertragserfolge verdeutlichen die wachsende Bedeutung des Unternehmens auf dem Energiemarkt.