RWTH Aachen revolutioniert Batterieproduktion für günstigere Elektroautos
Nina PohlRWTH Aachen revolutioniert Batterieproduktion für günstigere Elektroautos
Forschende der RWTH Aachen haben ein großes Projekt abgeschlossen, das darauf abzielt, die Kosten und die Produktionszeit von Batterien deutlich zu senken. Die Initiative "PEAk-Bat", gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, konzentrierte sich auf die Entwicklung effizienterer struktureller Batteriesysteme für Elektrofahrzeuge. Innerhalb der dreijährigen Studie gelang dem Team eine spürbare Steigerung der Energiedichte sowie der Sicherheitsstandards.
Das Projekt führte ein "Module-to-Chassis"-Design ein, das die volumetrische Energiedichte um über 10 Prozent und die gravimetrische Energiedichte um mehr als 15 Prozent erhöhte. Bei diesem Ansatz werden die Batteriesysteme direkt in die Fahrzeugstruktur integriert, was Gewicht reduziert und die Effizienz steigert.
Zehn Prototypen von Fahrzeugkarosserien mit eingebauten Strukturakkus wurden von den Projektpartnern konstruiert und getestet. Neben physischen Tests entwickelte und validierte das Team mehrere Simulationsmodelle, um die Konstruktionen zu optimieren. Auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz in einer frühen Phase half, mögliche Produktionsfehler zu erkennen – das senkte die Prototypenkosten und beschleunigte die Entwicklung.
Ein zentrales Ergebnis war ein detaillierter Leitfaden zu Sicherheitsstandards für Batteriesysteme. Die Erkenntnisse wurden unter dem Titel "Methodik zur Analyse von Änderungen an Batteriesystemen und Bewertung der daraus resultierenden Prüfanforderungen" veröffentlicht. Ziel der Forschung war es, fortschrittliche Batterietechnologie für Hersteller erschwinglicher und zugänglicher zu machen, um eine schnellere Markteinführung zu fördern.
Das PEAk-Bat-Projekt lieferte praxistaugliche Lösungen, um die Batterieproduktion kostengünstiger zu gestalten und gleichzeitig die Leistung zu verbessern. Die entwickelten Sicherheits- und Prüfrichtlinien stehen nun Industriepartnern zur Verfügung. Die Ergebnisse könnten Automobilherstellern helfen, kostengünstigere Elektrofahrzeuge schneller auf den Markt zu bringen.






