S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet mit voller Finanzierung
Kristiane DippelS11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet mit voller Finanzierung
Ausbau der S11-Strecke zwischen Köln und Bergisch Gladbach gesichert: Vollfinanzierung steht, Planung läuft an
Der Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach hat die volle Finanzierung erhalten und geht nun in die konkrete Planungsphase. Nordrhein-Westfalen (NRW) stellt 305 Millionen Euro bereit, sodass das Gesamtbudget nun bei 836 Millionen Euro liegt. Nach Angaben der Verantwortlichen werden die Baugenehmigungen voraussichtlich noch in diesem Sommer erteilt, sodass kurz nach der Freigabe mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.
Das Projekt sieht den Bau eines zweiten Gleises auf der 12 Kilometer langen Strecke zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach vor. Der Bahnhof Bergisch Gladbach wird auf vier Bahnsteige erweitert, zudem entsteht ein neuer S-Bahn-Halt unter dem Namen Köln-Kalk-West. Sämtliche Stationen von Köln-Holweide bis Bergisch Gladbach erhalten barrierefreie Aufwertungen, darunter neue Mittelbahnsteige am Kölner Hauptbahnhof sowie am Bahnhof Köln Messe/Deutz.
Die DB InfraGO kann nun mit der Ausschreibung von Verträgen und der Planung von Streckensperrungen beginnen. Vorstandsmitglied Gerd-Dietrich Bolte bestätigte, dass die Bauarbeiten unverzüglich starten könnten, sobald das Eisenbahn-Bundesamt die endgültige Genehmigung erteilt. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer rechnet damit, dass alle notwendigen Bewilligungen in den kommenden Monaten vorliegen werden.
Ursprünglich war eine Fertigstellung des Projekts für Anfang 2032 vorgesehen. Allerdings haben Überschneidungen mit anderen Schienenprojekten Zweifel an diesem Zeitplan aufkommen lassen. Bergisch Gladbachs Erster Bürgermeister Ragnar Migenda äußerte die Vermutung, dass die Arbeiten möglicherweise erst Ende 2030 beginnen könnten.
Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die S11 im 10-Minuten-Takt verkehren, in den Stoßzeiten fast alle fünf Minuten. Der Bund trägt mit 531 Millionen Euro den Großteil der 836 Millionen Euro schweren Finanzierung.
Der Ausbau verdoppelt die Kapazität auf einer wichtigen Pendlerstrecke und verbessert die Barrierefreiheit an allen Stationen. Da die Genehmigungen in Kürze erwartet werden, hängen die nächsten Schritte von den finalen Freigaben und Vertragsvergaben ab. Das Projekt bleibt für Landes- und Bundespolitik eine Priorität.






