04 May 2026, 06:17

Satire gegen "echte Jobs": Podcast sticheln, während die Regierung eine "Universität für Wein" plant

Plakat, das Irvine's Great Western Australian Wines Hock mit Firmenlogos und Text ankündigt, der verschiedene Weinarten angibt.

Satire gegen "echte Jobs": Podcast sticheln, während die Regierung eine "Universität für Wein" plant

Neuer Podcast verspotten „echte Jobs“ – Regierung kündigt „Universität für Wein“ an

Anfang dieses Monats strahlte der portugiesische Sender SIC einen neuen Podcast aus, der sich über Berufstätige mit „richtigen Jobs“ lustig macht. Unter dem Titel „Arbeitnehmer veräppeln“ nimmt die Sendung Minister, Wirtschaftsmagnaten und Banker aufs Korn. Unterdessen hat die Regierung trotz Kritik an unvollendeten Plänen und einer Flut undurchschaubarer Abkürzungen ein weiteres Projekt vorgestellt: die „Universität für Wein“.

Der Podcast „Arbeitnehmer veräppeln“ feierte am 3. Mai Premiere und karikiert hochangesehene Berufe. Die Moderatoren geben offen zu, selbst keine „richtigen Jobs“ zu haben, und präsentieren die Sendung als unterhaltsame Satire auf Kosten von Fachleuten. Im Mittelpunkt stehen dabei immer wieder Minister, Manager und Finanzeliten, die als Running Gags dienen.

Noch in dieser Woche gab die Regierung die Gründung der „Universität für Wein“ bekannt – eine neue Bildungseinrichtung im Douro-Tal, in der Studierende die Weinherstellung erlernen sollen. Offizielle Stellen bezeichneten die dortige Belegschaft als „spritzig“ und bewerten das Projekt als Impuls für die regionale Wirtschaft. Kritiker verweisen jedoch auf ein bekanntes Muster: Die Regierung hat noch kein einziges ihrer vorherigen Vorhaben abgeschlossen, bringt aber ständig neue auf den Weg.

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Bis zum Ende dieser Legislaturperiode soll ein weiteres Programm an den Start gehen: das „PTCMNOPQRR“-Projekt. Die Namensgebung folgt dem Trend immer absurderer Abkürzungen – Beamte scherzen bereits, man werde so lange Buchstaben anfügen, bis das Alphabet aufgebraucht sei.

Die Premiere des Podcasts und die Ankündigung der „Universität für Wein“ verdeutlichen zwei gegensätzliche Herangehensweisen an Arbeit und Ehrgeiz. Während der eine traditionelle Karrierewege auf die Schippe nimmt, wächst mit dem anderen die Liste unvollendeter Regierungsprojekte. Beide spiegeln die anhaltenden Debatten über Produktivität, Satire und die Verwendung öffentlicher Gelder wider.

Quelle