Schließfächer bei Banken: Warum Ihr Schmuck oft unversichert ist
Kristiane DippelSparkasse Gelsenkirchen: Wie schlecht sind Bankschließfächer anderswo versichert - Schließfächer bei Banken: Warum Ihr Schmuck oft unversichert ist
Schließfächer in deutschen Banken gelten als sichere Aufbewahrungsmöglichkeit für Wertgegenstände. Doch viele Kunden sind sich der damit verbundenen Risiken nicht bewusst – insbesondere, wenn es um den Versicherungsschutz geht. Zwar sind Banken gesetzlich verpflichtet, die Fächer vor Diebstahl zu schützen, doch die meisten versichern den Inhalt nicht automatisch. Dadurch sind Kunden im Schadensfall oft ungeschützt und müssen mögliche Verluste selbst tragen.
Laut deutschem Recht müssen Banken Schließfächer vor unbefugtem Zugriff sichern. Doch das bietet keine finanzielle Absicherung für die darinnen verwahrten Gegenstände. Einige Großbanken, darunter die Deutsche Bank, bieten Versicherungsschutz nur auf expliziten Kundenwunsch an. Andere Institute wie die Sparkasse Gelsenkirchen decken Schäden lediglich bis zu 10.300 Euro ab, während die Hamburger Sparkasse (Haspa) standardmäßig bis zu 40.000 Euro absichert.
Viele Kunden verzichten bewusst auf eine zusätzliche Versicherung – sei es aus Kostengründen oder um ihre Privatsphäre zu wahren. Doch Experten warnen: Ohne ausreichenden Schutz können Diebstahl oder Beschädigung erhebliche finanzielle Folgen haben. Selbst wenn eine Police besteht, sind die Entschädigungszahlungen oft auf wenige Zehntausend Euro begrenzt – ein Bruchteil des Werts mancher eingelagerten Gegenstände. Noch komplizierter wird die Lage nach einem Raubüberfall. Dann stellt sich häufig die Frage, ob die Sicherheitsvorkehrungen der Bank ausreichten, was zu langwierigen Rechtsstreitigkeiten führen kann. Viele Kunden stellen erst im Schadensfall fest, dass ihre Verluste die Versicherungssumme übersteigen – und ihnen kaum Möglichkeiten bleiben, ihre Ansprüche durchzusetzen.
Da keine der großen Banken in Deutschlands Metropolen einen automatischen oder optional erweiterbaren Versicherungsschutz anbietet, liegt es allein in der Verantwortung der Kunden, sich abzusichern. Finanzexperten raten daher dringend, vor der Einlagerung hochwertiger Gegenstände die genauen Versicherungsbedingungen zu prüfen.






