Siegen plant riesiges Gewerbegebiet "Martinshardt II" für nachhaltige Wirtschaftsförderung
Nina PohlSiegen plant riesiges Gewerbegebiet "Martinshardt II" für nachhaltige Wirtschaftsförderung
Siegen plant neues Großgewerbegebiet „Martinshardt II“
Die Stadt Siegen hat Pläne für ein neues großes Gewerbegebiet mit dem Namen Martinshardt II vorgestellt. Das Areal entsteht in der Nähe des bestehenden Standorts Martinshardt I im Leimbachtal und soll den wachsenden Bedarf an Gewerbeflächen in der Region decken. Oberbürgermeister Steffen Mues und Stadtbaurat Henrik Schumann präsentierten die Entwürfe diese Woche auf einer Pressekonferenz im Rathaus.
Das 27 Hektar große Gelände wird in etwa die Fläche von Martinshardt I und Oberes Leimbachtal zusammen umfassen. Vorgesehen sind neun Bauabschnitte unterschiedlicher Größe, die mit „bewehrten Erdwällen“ gestaltet werden. Die Stadt will dort innovative Unternehmen, mittelständische Betriebe ansiedeln und neue Arbeitsplätze in der Region schaffen.
Das Projekt ist ein zentraler Baustein der Gewerbegebietstrategie Siegens. Angesichts der hohen Nachfrage nach Gewerbeflächen hat die Erweiterung der Kapazitäten Priorität. Gleichzeitig steht Nachhaltigkeit im Fokus: Geplant sind klimafreundliche Betriebsabläufe, ressourcenschonende Nutzung und eine nachhaltige Wärme- und Energieversorgung.
Doch bevor es losgehen kann, gibt es noch Hürden zu überwinden: Die Stadt muss Baugenehmigungen einholen, die Infrastruktur ausbauen und Umweltprüfungen bestehen. Die politischen Beratungen beginnen am 25. September 2025, die abschließende Bewertung folgt am 8. Oktober 2025. Bei einer Zustimmung könnten die Baugenehmigungen 2026 erteilt werden, gefolgt von einer zweijährigen Phase für den Ausbau von Straßen, Versorgungsleitungen und weiterer notwendiger Infrastruktur.
Der Entwurf für Martinshardt II geht nun in das politische Prüfverfahren. Bei erfolgreicher Umsetzung könnte das Gewerbegebiet noch vor Ende des Jahrzehnts dringend benötigte Flächen für Unternehmen bereitstellen. Mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Arbeitsplatzschaffung wird das Projekt langfristig die Entwicklung der Region prägen.






