Skandal um illegale Entsorgung von 24.000 Tonnen belasteter Erde bei DB-Bauprojekt
Christoph DöhnSkandal um illegale Entsorgung von 24.000 Tonnen belasteter Erde bei DB-Bauprojekt
Großer Skandal um Bau des neuen ICE-Instandhaltungswerks der Deutschen Bahn in Dortmund
Bei der Errichtung des neuen ICE-Instandhaltungswerks der Deutschen Bahn in Dortmund ist ein schwerwiegender Skandal aufgeflammt. Fast 1.000 Lkw-Ladungen belasteter Erde sollen illegal entsorgt worden sein – ein Recyclingunternehmen wird beschuldigt, dabei Hunderteausende Euro kassiert zu haben. Der Fall landet nun vor dem Landgericht Dortmund, wo sich ein zentraler Akteur des mutmaßlichen Betrugs verantworten muss.
Die Deutsche Bahn baut in Dortmund für rund 400 Millionen Euro ein Hochtechnologie-Werk, in dem künftig bis zu 17 ICE-Züge täglich gewartet werden sollen. Als klimaneutrales Vorzeigeprojekt beworben, soll die Anlage Mitte 2027 in Betrieb gehen.
Zwischen Februar und November 2024 soll ein Recyclingunternehmen etwa 24.000 Tonnen kontaminierte Erde vom Baustellengelände abtransportiert haben. Statt einer fachgerechten Entsorgung wurde der Abfall laut Ermittlern über einen Umschlagplatz in Bottrop zu einer wilden Deponie im Selfkant gebracht. Das beauftragte Unternehmen soll durch die illegale Entsorgung rund 360.000 Euro erwirtschaftet haben.
Der Angeklagte im Prozess ist vorbestraft – er war bereits in einen Skandal um die Entsorgung giftiger Ölpellets verwickelt. Der Fall wirft Fragen nach der Kontrolle der Deutschen Bahn über die Abfallentsorgung auf ihren Baustellen auf.
Systematische Mängel bei der Abfallwirtschaft großer Infrastrukturprojekte
Der Prozess offenbart gravierende Defizite bei der Einhaltung von Umweltauflagen im Rahmen großer Bauvorhaben. Bei 24.000 Tonnen belasteter Erde könnte die illegale Deponierung erhebliche ökologische Folgen haben. Die Deutsche Bahn sieht sich nun mit Kritik konfrontiert, wie sie die Handhabung gefährlicher Stoffe durch ihre Auftragnehmer überwacht.






