Skate Park: 'Alter Franken Forest' beschwert sich, Stadt kontert

Horst-Dieter Gertz
Horst-Dieter Gertz
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Menschen auf der Straße Skateboard fahren mit Bäumen im Hintergrund und anderen auf Bänken und dem Gehweg im Vordergrund.Horst-Dieter Gertz

Skate Park: 'Alter Franken Forest' beschwert sich, Stadt kontert

Skatepark: „Alter Frankenforst“ klagt, Stadt kontert

Wie erwartet regt sich Widerstand der Anwohner gegen die geplante Sanierung des Skateparks an der Saalemühle. Die Bürgerinitiative „Alter Frankenforst“ begründet ihre Klage mit einer Vielzahl von Kritikpunkten – die Stadtverwaltung widerspricht.

19. Dezember 2025, 17:37 Uhr

Die für 1,2 Millionen Euro geplante Sanierung des Skateparks an der Saalemühle steht nun vor einer juristischen Hürde. Der Verein Alt-Frankenforst e.V. hat Klage eingereicht, um den Baubeginn zu stoppen, und verweist dabei auf Bedenken wegen Lärmbelästigung, Sicherheitsmängel und rechtlicher Zweifel am Projekt. Die Stadtverwaltung betont hingegen, dass die Arbeiten wie geplant fortgesetzt werden und viele der Einwände unbegründet seien.

Die rechtliche Auseinandersetzung nahm am 19. Dezember 2025 konkrete Form an, als Alt-Frankenforst e.V. die Klage offiziell einreichte. Die Initiative argumentiert, dass die ursprünglichen Skate-Elemente ohne ordnungsgemäße Genehmigung errichtet worden seien und die Sanierung die Lärmbelastung weiter verschärfen werde. Zudem befürchten die Kläger, dass Rettungsfahrzeuge den Standort nur schwer erreichen könnten und das benachbarte Mehrzweckfeld für die Nachfrage zu klein sei.

Die Stadt weist diese Vorwürfe zurück. Laut Verwaltung werde aus dem sanierten Park kein „massiver Betonklotz“, und die Bedenken zur Zufahrt für Einsatzkräfte seien übertrieben. Auch die Sorge vor einem schnellen Verfall des Geländes nach der Fertigstellung wird zurückgewiesen – die soziale Kontrolle bleibe gewährleistet. Trotz des Streits rechnet die Stadt nicht mit nennenswerten Verzögerungen. Das Budget für das Vorhaben beläuft sich auf 1,2 Millionen Euro, die Bauarbeiten sollen in Kürze beginnen. Zwar räumt die Verwaltung ein, dass zusätzlicher Bedarf an Skateanlagen bestehe, hält den aktuellen Standort jedoch für die beste Lösung.

Die Klage wird nun gerichtlich geprüft, während Alt-Frankenforst e.V. auf einen Baustopp drängt. Die Stadt zeigt sich indes überzeugt von ihrer Position und signalisiert Bereitschaft, das Projekt notfalls zu verteidigen. Sollte die Sanierung wie geplant umgesetzt werden, wird der modernisierte Skatepark auf absehbare Zeit die Hauptanlage der Region bleiben.