Solingen deckt massiven Sozialbetrug und illegale Mietpraktiken in Wohngebäude auf

Nina Pohl
Nina Pohl
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Ein blaues Plakat mit der Aufschrift "Gesetz zur Gesundheitsversorgung in Zahlen: 14,5 Millionen Menschen haben sich für den Schutz angemeldet" und zugehörige Bilder.Nina Pohl

Solingen deckt massiven Sozialbetrug und illegale Mietpraktiken in Wohngebäude auf

Gemeinsame Aktion in Solingen deckt massenhafte Verstöße in Wohngebäude auf – Sozialbetrug und illegale Mietpraktiken im Visier

Bei einer gemeinsamen Aktion in Solingen sind schwerwiegende Missstände in einem Wohngebäude aufgedeckt worden, darunter der Verdacht auf systematischen Sozialbetrug und illegale Mietpreispraktiken. Im Fokus der Ermittlungen stand ein Haus mit 17 Wohneinheiten, in dem offiziell 42 Personen gemeldet waren – viele von ihnen scheinen ihre Wohnsitzangaben jedoch gefälscht zu haben. Die Behörden schätzen, dass die Stadt durch betrügerische Ansprüche aus diesem einen Gebäude jährlich rund 250.000 Euro verloren hat.

Die Operation förderte zutage, dass nur 13 der 17 Wohnungen über die erforderlichen Genehmigungen verfügten. In allen Einheiten wird überhöhte Mietpreise vermutet, während 26 gemeldete Bewohner offenbar zu Unrecht Bürgergeld bezogen haben sollen. Fünf Personen lebten laut Ermittlungen überhaupt nicht in dem Gebäude, wurden inzwischen abgemeldet und erhalten keine Leistungen mehr.

Evamarie Stangenberg, Leiterin des Ordnungs- und Sicherheitsamts Solingen, betonte den Erfolg der behördenübergreifenden Zusammenarbeit bei der Aufklärung des Falls. Ihr Ziel ist es, den Betrug in dem betroffenen Objekt drastisch einzudämmen. Bürgermeister Daniel Flemm räumte unterdessen ein, dass es auch in anderen Fällen ähnliche Verdachtsmomente gebe, und kündigte schärfere Maßnahmen gegen Missbrauch im Sozialsystem an.

Die Ermittlungen stellen die erste Aktion dieser Art in Solingen seit Jahren dar. Seit 2024 wurden keine anderen als Problemgebäude bekannten Immobilien – etwa in Verbindung mit Drogenhandel, Bandenkriminalität oder Wohnungsrechtsverstößen – vergleichbar überprüft. Der Fall bleibt damit vorerst ohne aktuelles Vorbild.

Durch die Aktion könnten der Stadt künftig mindestens 100.000 Euro jährlich an Sozialleistungen erspart bleiben. Da fünf Bewohner bereits abgemeldet wurden und ihre Zahlungen gestoppt sind, leiten die Behörden nun Schritte ein, um die verlorenen Gelder zurückzufordern. Die Ergebnisse werfen zudem Fragen zur Kontrolle im sozialen Wohnungsbau und zur Wirksamkeit der Betrugserkennung auf.

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