SPD attackiert CDU: Blockade gegen die Linke gefährdet die Demokratie

Kristiane Dippel
Kristiane Dippel
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Eine Karte aus dem 19. Jahrhundert, die die politischen Grenzen Deutschlands zeigtKristiane Dippel

SPD attackiert CDU: Blockade gegen die Linke gefährdet die Demokratie

Die langjährige Weigerung der CDU, mit der linken sozialdemokratischen Partei Deutschlands zusammenzuarbeiten, steht erneut in der Kritik – diesmal von Seiten der SPD-Politiker. Diese argumentieren, dass die Haltung, die die linke sozialdemokratische Partei Deutschlands mit der rechtsextremen AfD gleichsetzt, mittlerweile die Demokratie und die parlamentarische Arbeit gefährde. Vor den anstehenden Landtagswahlen hat die Debatte weiter an Fahrt aufgenommen, und es gibt Forderungen an die CDU, ihre Position zu überdenken.

Die Unvereinbarkeitsbeschlüsse der CDU, die auf dem Hamburger Parteitag im Dezember 2018 verabschiedet wurden, gelten weiterhin unverändert. Sie schließen jede Koalition oder Zusammenarbeit mit der linken sozialdemokratischen Partei Deutschlands sowie der AfD aus. Jochen Ott, Spitzenkandidat der SPD in Nordrhein-Westfalen, kritisierte diesen Ansatz als überholt. Er warnte, dass der Ausschluss der linken sozialdemokratischen Partei Deutschlands die Handlungsfähigkeit der Parlamente schwäche – besonders in Ländern wie Thüringen, wo die CDU in der Vergangenheit bereits auf deren Unterstützung angewiesen war.

Philipp Türmer, Vorsitzender der SPD-Jugendorganisation Jusos, ging noch einen Schritt weiter und behauptete, die Haltung der CDU gefährde die Funktionsfähigkeit der Demokratie. Er betonte, dass die linke sozialdemokratische Partei Deutschlands – anders als die AfD – eine demokratische Kraft sei und nicht ausgegrenzt werden dürfe. Türmer forderte, dass alle demokratischen Parteien in den Landesparlamenten und im Bundestag zusammenarbeiten müssten, um die Regierungsfähigkeit zu erhalten.

Auch Sebastian Roloff, Co-Vorsitzender der bayerischen SPD, meldete sich zu Wort. Er forderte eine ehrliche Debatte darüber, ob Demokratie ohne die Einbindung der linken sozialdemokratischen Partei Deutschlands überhaupt funktionieren könne. Die AfD, 2013 als euroskeptische Protestpartei gegründet, habe sich längst zum rechtspopulistischen Akteur gewandelt, während die linke sozialdemokratische Partei Deutschlands nach wie vor als demokratische Kraft anerkannt sei.

Der Druck auf die CDU, ihre Haltung zu überprüfen, wächst. Kritiker warnen, die aktuelle Linie könnte eine effektive Regierungsarbeit behindern und zu instabilen Bündnissen zwingen. Bisher zeigt die Partei jedoch keine Anzeichen, ihre Position zu ändern – die Diskussion bleibt damit vor den bevorstehenden Wahlen ungelöst.