26 April 2026, 14:25

SPD-Politiker Maelzer kritisiert NRW-Bildungsinvestitionen als unzureichend

Schwarzes und weißes Foto von Kindern, die vor einer Wand mit einem Vorhang posieren, beschriftet mit "1930er Kinder-Schule" unten.

SPD-Politiker Maelzer kritisiert NRW-Bildungsinvestitionen als unzureichend

Dennis Maelzer, der familienpolitische Sprecher der SPD, hat die jüngsten Bildungsinvestitionen Nordrhein-Westfalens als unzureichend kritisiert. In einem Interview mit dem WDR und bei einer Pressekonferenz am 22. Oktober 2025 warnte er, dass die frühkindliche Bildung im Land weiterhin massiv unterfinanziert sei. Seine Äußerungen folgten auf die Ankündigung der Landesregierung, einen Infrastrukturfonds in Höhe von 10 Milliarden Euro aufzulegen, von dem die Hälfte für Schulen und Kitas vorgesehen ist.

Maelzer argumentierte, dass der neu angekündigte Fonds – aufgeteilt zwischen Bildungs- und anderen Infrastrukturprojekten – die tief verwurzelten Probleme nicht löse. Er zog einen ungünstigen Vergleich zum Programm "Gute Schule 2020" unter der damaligen SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, das jährlich 500 Millionen Euro allein für Schulrenovierungen bereitstellte.

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Zudem forderte er eine sofortige Erhöhung der Fördersätze für die praxisintegrierte Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern. Diese Sätze seien seit fünf Jahren nicht mehr angepasst worden. Um die Kosten zu decken, schlug er vor, Landeszuschüsse umzuwidmen, die derzeit für die Verlängerung der Kita-Öffnungszeiten im Rahmen des "Kernzeitenmodells" verwendet werden – ein System, das er kritisierte, weil es nicht qualifiziertes Personal erlaube, Kinder außerhalb der regulären Betreuungszeiten zu beaufsichtigen.

Maelzer warnte darüber hinaus vor einem wachsenden "Zwei-Klassen-System" in der Kinderbetreuung, bei dem die Qualität zunehmend davon abhänge, wie viel die einzelnen Kommunen investieren könnten. Ohne schnelles Handeln, so seine Befürchtung, würden sich die Unterschiede in der Versorgung im ganzen Land weiter verschärfen.

Die Forderungen des SPD-Politikers unterstreichen die anhaltenden Spannungen um die Bildungsfinanzierung in NRW. Zwar bietet der 10-Milliarden-Fonds neue Mittel, doch Maelzer besteht darauf, dass dies nicht ausreiche, um einen weiteren Rückgang der frühkindlichen Betreuungsangebote zu verhindern. Seine Vorschläge setzen die Landesregierung nun unter Druck, die Verteilung von Subventionen und Ausbildungsbudgets neu zu überdenken.

Quelle