08 May 2026, 12:17

SPD Solingen fordert Rettungsplan für bedrohte Kirchengebäude bis 2030

Luftaufnahme einer Stadt mit einer beschädigten Kirche im Zentrum, umgeben von Gebäuden, Bäumen, Straßen, Fahrzeugen und Erdbewegungen.

SPD Solingen fordert Rettungsplan für bedrohte Kirchengebäude bis 2030

Solingens SPD-Fraktion drängt auf klare Pläne für die Zukunft der städtischen Kirchengebäude

Angesichts der drohenden Stilllegung vieler Kirchen fordert die SPD in Solingen zügige Entscheidungen, um ihre Bedeutung für das lokale Gemeinschaftsleben zu bewahren. Besonders dringend sei der Fall der Lutherkirche, so die Partei.

Ernst Lauterjung, der neue Fraktionsvorsitzende der SPD, plädiert für eine langfristige Strategie, die über das Jahr 2030 hinausreicht. Kirchen seien mehr als nur Gebäude – sie prägten das Stadtbild Solingens und dienten als unverzichtbare soziale Begegnungsstätten, betont er. Gleichzeitig warnt er davor, dass die Stadt weder die volle finanzielle noch die organisatorische Verantwortung für ihren Erhalt übernehmen könne.

Die SPD schlägt vor, neue Nutzungsmöglichkeiten für stillgelegte Kirchen zu prüfen – etwa als Wohnraum, Kulturstätten oder Gemeinschaftsräume. Die Partei verspricht, eng mit politischen Verantwortungsträgern und Kirchengemeinden zusammenzuarbeiten, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Ein gemeinsamer Prozess unter Einbindung aller Beteiligten gelte als entscheidend, um tragfähige Konzepte zu erarbeiten.

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Erste Schritte sollen im zuständigen Stadtratsausschuss erfolgen, wo die SPD konkrete Vorschläge einbringen will. Zudem plant die Fraktion, direkt mit den Kirchengemeinden in Kontakt zu treten, um mögliche Kooperationen zu besprechen.

Der Appell für ein strukturiertes Vorgehen kommt zu einer Zeit, in der Solingen zunehmend unter Druck gerät, seine Kirchengebäude umzunutzen. Mit ihrem Aufruf zur Zusammenarbeit will die SPD deren Zukunft sichern – stets im Spannungsfeld zwischen praktischen und finanziellen Grenzen. Eine endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen soll nach weiteren Beratungen in den kommenden Monaten fallen.

Quelle