29 April 2026, 12:19

Strabag wächst kräftig und verschiebt 40.000-Tonnen-Brücke auf Millimeter genau

Schwarzes und weißes Foto eines im 1890er-Jahre erbauten Gebäudes mit Fenstern, Säulen und einem Himmel-Hintergrund, mit Text am unteren Rand: "1890er-Jahre-Errichtung einer Eisenbahnbrücke."

Strabag wächst kräftig und verschiebt 40.000-Tonnen-Brücke auf Millimeter genau

Strabag, Deutschlands größtes Bauunternehmen, verzeichnet im ersten Halbjahr 2025 ein kräftiges Wachstum. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 8,9 Milliarden Euro, während sich der Auftragsbestand auf 28,4 Milliarden Euro belief – ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unternehmenschef Stefan Kratochwill betonte kürzlich die zentrale Bedeutung von Infrastruktur für den wirtschaftlichen Fortschritt.

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Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte im selben Zeitraum um 58 Prozent auf 129,4 Millionen Euro. Strabag bleibt damit Marktführer in Österreich mit einem Marktanteil von fünf Prozent sowie in Deutschland mit zwei Prozent. Die Strategie der Diversifizierung, vom Unternehmen als "Tausendfüßer-Prinzip" bezeichnet, verringert die Abhängigkeit von einzelnen Regionen oder politischen Rahmenbedingungen.

Zu den jüngsten ingenieurtechnischen Meisterleistungen des Konzerns zählt die Verschiebung der 40.000 Tonnen schweren A45-Talbrücke in Rinsdorf um 20 Meter. Das gesamte, 485,5 Meter lange Bauwerk – inklusive Pfeiler und Fundamente – blieb während der Aktion intakt. Darüber hinaus investiert Strabag jährlich über 20 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung.

Das Unternehmen expandiert zudem in den Bereich Gesundheitsinfrastruktur. Aktuell laufen Verhandlungen zur Übernahme von Vamed-KMB, einem Spezialisten für Krankenhausmanagement und technische Betriebsführung, der unter anderem das Wiener AKH und dessen Bauprojekte betreut. Unterdessen plant Österreich, im Jahr 2025 9,9 Milliarden Euro in Bundesinfrastruktur zu stecken – das entspricht zwei Prozent der Wirtschaftsleistung.

Kratochwill unterstreicht seit Langem die volkswirtschaftlichen Vorteile von Infrastrukturinvestitionen. Bei einer jüngeren Veranstaltung des Clubs der Wirtschaftsjournalisten argumentierte er, dass jeder in solche Projekte fließende Euro multiplikative Effekte in der gesamten Wirtschaft entfalte. Verbesserte Infrastruktur schaffe nicht nur direkt Arbeitsplätze, sondern steigere auch die Attraktivität eines Standorts für weitere Investitionen, so der Vorstandsvorsitzende.

Mit steigenden Umsätzen, einem wachsenden Auftragsbestand und der Erschließung neuer Geschäftsbereiche festigt Strabag seine Marktposition weiter. Die Ausrichtung auf Innovation und Diversifizierung entspricht der langfristigen Unternehmensstrategie. Die geplanten Infrastrukturinvestitionen Österreichs könnten die Nachfrage nach den Dienstleistungen des Konzerns in den kommenden Jahren zusätzlich beflügeln.

Quelle