Streiks im Bielefeld-ÖPNV: Eltern kämpfen um Schulweg ihrer Kinder
Christoph DöhnStreiks im Bielefeld-ÖPNV: Eltern kämpfen um Schulweg ihrer Kinder
Streiks im Nahverkehr in Bielefeld sorgen für Probleme bei Familien – Schulen bleiben geöffnet
Die Streiks im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Bielefeld stellen viele Familien vor Herausforderungen, da die Schulen weiterhin regulären Unterricht anbieten. Der städtische Verkehrsbetrieb MoBiel hat angekündigt, am Freitag vorrangig Schulbusse einsetzen zu wollen, um die Auswirkungen der Arbeitsniederlegung abzumildern. Dennoch haben viele Eltern weiterhin Schwierigkeiten, ihre Kinder während des Streiks zur Schule zu bringen.
Denn trotz vorab angekündigter Streiks bleibt die Schulpflicht bestehen. Eltern sind gesetzlich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder am Unterricht teilnehmen – doch nicht alle haben die Möglichkeit dazu. Manche Familien besitzen kein Auto, andere sind auf ein einziges Einkommen angewiesen oder arbeiten in Vollzeit, was alternative Transportlösungen erschwert.
Einige Eltern fordern als Lösung Distanzunterricht während der Streiktage. Doch das Bildungsministerium des Landes hat diese Option blockiert. An der Gesamtschule Rosenhöhe in Bielefeld wurde ein Antrag auf Online-Unterricht für Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse abgelehnt.
Unklar ist, wie stark die Streiks die Anwesenheitszahlen beeinflussen, da es keine offiziellen Statistiken gibt, wie viele Schulen in Nordrhein-Westfalen bei Verkehrsausfällen mit höheren Fehlzeiten zu kämpfen haben. Manche Eltern müssen ihre Arbeitszeiten umstellen oder andere Wege finden, um ihre Kinder zur Schule zu bringen.
Mit der Priorisierung von Schulverbindungen will MoBiel die Folgen des Streiks für die Schülerinnen und Schüler begrenzen. Dennoch kämpfen viele Familien weiterhin mit logistischen und finanziellen Hürden. Ohne Distanzunterricht oder zusätzliche Unterstützung könnten einige Kinder trotz Schulpflicht den Unterricht verpassen.






