Streit um Drogenhilfezentrum direkt hinter Düsseldorfer Schule in Oberbilk

Horst-Dieter Gertz
Horst-Dieter Gertz
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Eine Vielfalt von Drogen auf einem Boden verstreut.Horst-Dieter Gertz

Streit um Drogenhilfezentrum direkt hinter Düsseldorfer Schule in Oberbilk

Düsseldorf treibt die Pläne für die Eröffnung eines Drogenhilfezentrums in der Schule Oberbilk voran. Die Einrichtung ist Teil des städtischen Projekts "Sicherheit im Bahnhofsumfeld" (SiBu) und soll den Drogenkonsum aus dem öffentlichen Raum in der Nähe des Hauptbahnhofs verlagern. Doch der gewählte Standort stößt bei Anwohnern, Eltern und benachbarten Schulen auf heftigen Widerstand.

Das neue Zentrum wird in einem ehemaligen Wohngebäude an der Eisenstraße untergebracht – direkt hinter dem Hauptbahnhof. Trotz der zentralen Lage befindet es sich in einem Wohngebiet, unweit zweier Schulen. Die Stadtverwaltung verspricht bauliche Anpassungen, um Sichtkontakt zu verhindern, sowie eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch Sicherheitskräfte, Sozialarbeiter und medizinisches Personal.

Innerhalb des Zentrums soll der Konsum und die Abgabe von Drogen in begrenztem Umfang erlaubt sein – sowohl in Innenräumen als auch in einem angrenzenden Außenbereich. Ziel ist es, diese Aktivitäten von der Straße in einen kontrollierten Rahmen zu verlegen. Ordnungsdienste und Polizei werden das Umfeld überwachen, um Handel und Konsum außerhalb der vorgesehenen Zone zu unterbinden.

Seit der Bekanntgabe formiert sich Widerstand. Zwei nahegelegene Schulen wandten sich in einem Schreiben an die Stadt und bezeichneten den Standort als "völlig inakzeptabel" – mit Verweis auf die mögliche Konfrontation von Kindern mit hartem Drogenkonsum. Viele Anwohner und Eltern teilen diese Bedenken und verweisen auf die bereits bestehende Drogenkriminalität im Viertel. Eine Informationsveranstaltung für die Öffentlichkeit endete enttäuschend, da die Verantwortlichen kaum konkrete Angaben zu Sicherheitsvorkehrungen machen konnten.

Drogenhilfeorganisationen betonen hingegen, dass ein zentraler Standort entscheidend für den Erfolg des Zentrums sei. Sie erwarten, dass der öffentliche Konsum zurückgedrängt wird und gefährdete Personen besser erreicht und unterstützt werden können.

Trotz anhaltender Proteste soll die Einrichtung wie geplant eröffnet werden. Vor Ort werden Sicherheitskräfte, medizinisches Personal und Sozialdienste im Einsatz sein, um Risiken zu minimieren. Die Stadt beharrt darauf, dass kontrollierter Zutritt und strenge Überwachung die Sicherheitsbedenken ausräumen werden – doch in der betroffenen Nachbarschaft bleibt die Skepsis groß.

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