Streit um Tanklager-Deal: US-Konzern übernimmt deutsche Energieinfrastruktur unter Auflagen

Nina Pohl
Nina Pohl
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Das Brandenburger Tor in Berlin, Deutschland, mit einem gelben Schild, auf dem "Öl und Gas Krieg" steht, Gebäuden, Polen, Lampen, einer Statue und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.Nina Pohl

Streit um Tanklager-Deal: US-Konzern übernimmt deutsche Energieinfrastruktur unter Auflagen

Deutschlands größter Tanklagerbetreiber wechselt den Besitzer

Die Übernahme wurde im Januar 2026 nach einer Prüfung gemäß der deutschen Außenwirtschaftsverordnung (AWV) abgeschlossen. Um die Genehmigung zu erhalten, musste Sunoco Auflagen akzeptieren, darunter den Verkauf von Tanquids Anteilen an einem Pipeline-Unternehmen an den Bundesländer. Die Behörden betonen, dass diese Maßnahmen die Versorgungssicherheit gewährleisten und nationale Interessen schützen.

Sunoco ist eine Tochtergesellschaft von Energy Transfer, einem der größten USA-Energiekonzerne. Dessen CEO, Kelcy Warren, gilt als Förderer der "Make America Great Again"-Bewegung und enger Verbündeter des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Diese Verbindung hat die Kontroversen um den Deal zusätzlich angeheizt.

Die Grünen haben sich vehement gegen die Übernahme ausgesprochen und argumentieren, dass kritische Infrastruktur nicht ohne strenge Schutzmechanismen in ausländische Hände gegeben werden dürfe. Trotz der Zusicherungen des Ministeriums bleibt die energiepolitische Sprecherin der Partei skeptisch hinsichtlich der langfristigen Risiken ausländischer Kontrolle über solche Vermögenswerte.

Der Deal markiert einen Wechsel in der Eigentümerschaft über Deutschlands zentrale Energieinfrastruktur. Zwar versichert die Regierung, dass die Sicherheit nicht gefährdet sei, doch die mit dem Verkauf verbundenen Auflagen spiegeln eine anhaltende Vorsicht wider. Die Debatte über ausländische Investitionen in Schlüsselsektoren wird voraussichtlich weitergehen, da ähnliche Transaktionen zunehmend unter die Lupe genommen werden.