Theaterstück über Walter Lübckes Mord zeigt Deutschlands Kampf gegen Rechtsextremismus

Horst-Dieter Gertz
Horst-Dieter Gertz
2 Min.
Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung des Reichshallen Theaters in Berlin, Deutschland, die das Auditorium mit Sitzreihen, Säulen und einer Decke zeigt, mit Text am unteren Rand.Horst-Dieter Gertz

Theaterstück über Walter Lübckes Mord zeigt Deutschlands Kampf gegen Rechtsextremismus

Ein neues Theaterstück untersucht den Mord an Walter Lübcke, dem ehemaligen Regierungspräsidenten von Kassel. Das Westfälische Landestheater hat das Stück entwickelt, um den Aufstieg des rechtsextremen Extremismus in Germany zu thematisieren. Grundlage bildet die Vorgeschichte der Ermordung Lübckes im Jahr 2019 durch Stephan Ernst, einen bekannten Extremisten.

Am 14. Oktober 2015 hielt Walter Lübcke eine Rede bei einer öffentlichen Veranstaltung in Lohfelden. Dabei verteidigte er leidenschaftlich Demokratie und Rechtsstaatlichkeit – Werte, für die er einstand. Eine Gruppe rechtsextremer Aktivisten versuchte, die Veranstaltung zu stören und ihn zu provozieren.

Auch Stephan Ernst, Lübckes späterer Mörder, war an diesem Tag anwesend. Die Behörden kannten Ernst bereits seit den 1990er-Jahren, doch seine Radikalisierung verschärfte sich zwischen 2015 und 2019. 2019 wurde er gewalttätig und tötete Lübcke schließlich in dessen Wohnhaus.

Die Produktion, die mit Unterstützung der Familie Lübckes entstand, wird von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen gefördert. Präsentiert wird sie in Kooperation mit der Auslandsgesellschaft.de e.V. Dortmund. Karten sind über das Zentrale Kultur- und Tourismusbüro, den Webshop des Kulturbüros oder die Website des Theaters erhältlich; der Online-Verkauf wird über Eventim-Inhouse abgewickelt. Die Preise liegen zwischen 15 und 26 Euro, ermäßigt für Studierende, Schüler:innen und Bundesfreiwilligendienstleistende.

Das Stück zeigt nicht nur Lübckes Schicksal, sondern auch die grundsätzliche Bedrohung der Demokratie auf. Es thematisiert die realen Gefahren, denen Politiker:innen ausgesetzt sind – von Beleidigungen bis zu Todesdrohungen durch Extremisten.

Die Aufführungen finden im Theater Lünen statt und sollen das Bewusstsein für den wachsenden Einfluss rechtsextremer Strömungen in Germany schärfen. Karten sind ab sofort in verschiedenen Vertriebswegen erhältlich.