Traditionsbetrieb FRIEBA aus Wuppertal meldet Insolvenz – doch die Produktion läuft weiter

Christoph Döhn
Christoph Döhn
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Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern an einer Maschine, umgeben von Metallstangen und -pfählen, mit dem Text "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik Deutschlands" unten.Christoph Döhn

Traditionsbetrieb FRIEBA aus Wuppertal meldet Insolvenz – doch die Produktion läuft weiter

Wuppertaler Textilhersteller FRIEBA meldet Insolvenz an – Produktion läuft weiter

Der Wuppertaler Textilproduzent FRIEBA hat Insolvenz angemeldet, führt die Produktion jedoch fort. Das Unternehmen, das 1923 als Carl Friedrich Barmen Maschinenfabrik gegründet wurde, betreibt noch immer eine 2.800 Quadratmeter große Produktionsstätte. Rund 20 Mitarbeiter erhalten derzeit Insolvenzgeld, um ihre Löhne zu sichern.

Die finanziellen Schwierigkeiten von FRIEBA sind das Ergebnis eines jahrelangen Niedergangs. Zwischen 2021 und 2025 sank die Produktion um etwa 40 Prozent – bedingt durch schrumpfende Märkte und Lieferkettenstörungen. Gleichzeitig reduzierte sich die Belegschaft von 850 auf 520 Beschäftigte, unter anderem durch Entlassungen und Kurzarbeit.

Trotz des Insolvenzantrags läuft die Produktion stabil weiter. Kundenaufträge werden abgewickelt, und die Mitarbeiter zeigen sich motiviert. Die Löhne werden derzeit von der Bundesagentur für Arbeit übernommen, doch das Ziel ist, bis zum zweiten Quartal wieder eigenständig die Gehälter zu zahlen.

Die Verhandlungen mit potenziellen Investoren verlaufen vielversprechend. Noch kurz nach Ostern könnte ein neuer Eigentümer die Geschäftsführung übernehmen. Ein schneller Abschluss der Gespräche soll die Zukunft des Unternehmens sichern.

Mit der Übernahme könnte FRIEBA zum normalen Betriebsablauf zurückkehren. Gelingt die Einigung, wären Arbeitsplätze und Produktion am historischen Standort in Wuppertal gesichert. Die nächsten Schritte des Unternehmens hängen vom Ausgang der laufenden Investorengespräche ab.