Tragischer Streit unter Freunden endet mit Totschlagsurteil in Herne
Kristiane DippelFrühpensionär ersticht besten Freund: Fast zehn Jahre Haft - Tragischer Streit unter Freunden endet mit Totschlagsurteil in Herne
Ein 61-jähriger Mann aus Herne ist wegen Totschlags an seinem 37-jährigen Freund zu neun Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Die Tat ereignete sich in der Wohnung des Opfers, wo sich die beiden zum gemeinsamen Kochen getroffen hatten. Das Gericht wies die Behauptung des Angeklagten, aus Notwehr gehandelt zu haben, zurück.
Der Vorfall ereignete sich, als die beiden Männer in der Heraner Wohnung des Opfers zusammenkamen. Wie im Prozess deutlich wurde, kam es zum Streit, dessen genauer Auslöser jedoch unklar blieb. Der 61-Jährige stach daraufhin achtmal auf den jüngeren Mann ein, darunter in Hals und Brust. Das Opfer – vom Angeklagten als sein 'bester Freund' und 'fast wie ein eigener Sohn' beschrieben – verblutete und hatte keine Überlebenschance.
Nach der Tat stellte sich der 61-Jährige der Polizei. Während des Verfahrens bestand er auf Notwehr, doch die Richter verworfen dieses Argument. Nach deutschem Recht muss ein Zeuge in solchen Fällen wahrheitsgemäß aussagen, wobei in den vorliegenden Unterlagen kein konkreter Zeuge namentlich genannt wurde.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, sodass eine Berufung möglich bleibt.
Die Entscheidung des Gerichts bedeutet, dass der 61-Jährige fast ein Jahrzehnt wegen Totschlags im Gefängnis verbringen wird. Der Fall zeigt das tragische Ende eines Streits zwischen zwei Männern, die einst eine enge Bindung teilten. Das Urteil könnte in weiteren Rechtsmitteln noch angefochten werden.






