Uli Hoeneß lehnt vegane Ernährung ab – trotz gesundheitlicher Risiken und PETA-Einladung
Christoph DöhnUli Hoeneß lehnt vegane Ernährung ab – trotz gesundheitlicher Risiken und PETA-Einladung
Uli Hoeneß, der ehemalige Präsident des FC Bayern München, sieht sich erneut mit Aufrufen konfrontiert, sich pflanzlich zu ernähren. PETA Deutschland hat ihn eingeladen, an seinem Programm Veganstart teilzunehmen – mit Verweis auf seine langjährigen gesundheitlichen Probleme. Der Vorstoß folgt auf Jahre öffentlicher Kritik von Hoeneß an der veganen Lebensweise und ihren Befürwortern.
Hoeneß hatte vegane Ernährung wiederholt als schädlich abgetan und behauptet, sie führe zu langfristigen Gesundheitsproblemen. Zudem bezeichnete er Veganer als übermäßig militant in ihren Ansichten. Seine Äußerungen stehen im Widerspruch zu seinen eigenen gesundheitlichen Herausforderungen: Er leidet unter Herzerkrankungen und Bluthochdruck – Beschwerden, die häufig mit dem Konsum von Fleisch und Milchprodukten in Verbindung gebracht werden.
Studien belegen regelmäßig, dass ein hoher Fleischkonsum mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 zusammenhängt. Harald Ullmann, stellvertretender Vorsitzender von PETA, hofft nun, dass Hoeneß seine Haltung aus Rücksicht auf seine Gesundheit überdenkt.
Die Debatte über die Zukunft des Fleischkonsums hat in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen. Bereits 2014 hatte Christian Rauffus, Geschäftsführer des Fleischersatz-Herstellers Rügenwalder Mühle, provokant erklärt: "Wurst ist die Zigarette der Zukunft". Gleichzeitig führt Hoeneß' Familie mit HoWe Wurstwaren KG ein Wurstunternehmen, das heute von seinen Kindern geleitet wird. Sabine Hoeneß fungiert als persönlich haftende Gesellschafterin, während Florian Hoeneß die alleinige Prokura innehat.
PETAs Einladung rückt Hoeneß in den Mittelpunkt einer wachsenden Diskussion über Ernährung und Gesundheit. Während sein Unternehmen weiterhin auf Fleischprodukte setzt, mehren sich die Bedenken hinsichtlich der langfristigen Folgen. Der ehemalige Fußballfunktionär bleibt jedoch vorerst bei seiner ablehnenden Haltung gegenüber pflanzlicher Ernährung.






