Unbekannte Liebesbriefe von Brian Jones zeigen die frühen Rolling Stones in neuem Licht
Kristiane DippelUnbekannte Liebesbriefe von Brian Jones zeigen die frühen Rolling Stones in neuem Licht
Eine Sammlung von Briefen und Schnappschüssen aus den frühen Tagen der Rolling Stones kommt unter den Hammer. Das Archiv, das voraussichtlich zwischen 1.600 und 2.100 Pfund einbringen wird, wurde unter den Hinterlassenschaften der verstorbenen Sylvia Wainwright entdeckt. Es wirft ein Licht auf eine wenig bekannte Romanze zwischen dem Bandgründer Brian Jones und einer jungen Londoner Verkäuferin im Jahr 1964.
Terry Wainwright stieß auf die Briefe nach dem Tod seiner Mutter Sylvia. Sie hatte in einem Bekleidungsgeschäft gearbeitet und gleichzeitig Modedesign am Royal College of Art studiert, als sie Zeit mit den Rolling Stones verbrachte. Die Korrespondenz zeigt eine zärtliche Seite von Brian Jones, der ihr Blumen, ein Oster-Ei und sogar ein Puzzle schickte.
Die Briefe beschreiben lebhafte Partys in Mick Jaggers Wohnung und Abende mit Musikern wie Jeff Beck. Sie erwähnen auch Jean Shrimpton und „eine Menge Jungs“ bei Treffen in Chiswick. Notizen von Jones, Jagger und Keith Richards bieten einen zeitgenössischen Einblick in den Aufstieg der Band, kurz bevor sie weltberühmt wurden.
Ein Brief sticht besonders durch Jones’ persönliche Note hervor, unterzeichnet mit: „Hi love! Brian hier. Wie geht’s dir? Ganz viel Liebe, Brian.“ Die Nachrichten enthalten auch Pläne für die erste Amerika-Tournee der Gruppe und halten einen Moment fest, bevor die Gegenkultur der 1960er-Jahre legendär wurde.
Das Archiv gewährt einen seltenen, unverfälschten Blick auf die Rolling Stones in ihren prägenden Jahren. Es zeigt eine weichere, persönlichere Seite von Brian Jones, weit entfernt von seinem späteren, von Problemen geprägten Image. Die Auktion bei Hansons in Etwall, Derbyshire, bietet Sammlern die Gelegenheit, ein Stück aus diesem frühen Kapitel der Musikgeschichte zu erwerben.






