Verallia schließt Dresdner Glaswerk – 310 Jobs in Gefahr

Kristiane Dippel
Kristiane Dippel
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Ein Schwarz-Weiß-Foto einer belebten Stadtstraße im Jahr 1833, das Gebäude, Menschen, Karren, Pfähle, Flaggen, Bäume und Himmel zeigt, mit dem Text "factories from land c 1833 oil" unten.Kristiane Dippel

Verallia schließt Dresdner Glaswerk – 310 Jobs in Gefahr

Die Verallia Deutschland AG hat Pläne bekannt gegeben, ihr Glaswerk in Dresden zu schließen. Von der Entscheidung betroffen sind rund 310 Mitarbeiter am Standort. Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete den Schritt als einen schweren Rückschlag für die Industrie der Stadt.

Das Dresdner Werk ist eines von vier Verallia-Standorten in Deutschland und beschäftigt etwa 300 Beschäftigte – das entspricht rund 21 Prozent der bundesweiten Belegschaft des Unternehmens. Deutschlandweit zählt das Unternehmen über 1.400 Mitarbeiter, während die Verallia-Gruppe weltweit 32 Produktionsstätten in 11 Ländern mit rund 10.000 Beschäftigten betreibt.

Die Stadt Dresden hat zugesagt, eng mit Verallia und der EWG (Essen Wirtschaftsförderungsgesellschaft) zusammenzuarbeiten, um die betroffenen Mitarbeiter zu unterstützen. Zudem sollen mögliche neue Nutzungen für das Gelände geprüft werden. Derzeit laufen Gespräche mit dem Betriebsrat und der Unternehmensführung, um die wirksamsten Hilfsmaßnahmen zu ermitteln.

Oberbürgermeister Kufen bedauerte die Schließung und betonte die Auswirkungen auf die Dresdner Wirtschaft. Ziel der Stadt sei es, Arbeitsplatzverluste so weit wie möglich zu begrenzen und alternative Lösungen für die Zukunft des Standorts zu finden.

Mit der Schließung verliert Dresden einen wichtigen Arbeitgeber in seiner industriellen Landschaft. Durch die Zusammenarbeit mit Verallia und der EWG sollen neue Perspektiven für die Beschäftigten und das Gelände geschaffen werden. Weitere Details zu den Unterstützungsmaßnahmen werden im Verlauf der Gespräche bekannt gegeben.