Vodafone-Kunden warten bis 2026 auf Urteil zur umstrittenen Preiserhöhung
Nina PohlKlage gegen Vodafone zieht sich hin - Vodafone-Kunden warten bis 2026 auf Urteil zur umstrittenen Preiserhöhung
Vodafone erhöhte 2023 die monatlichen Preise für zehn Millionen Kunden um fünf Euro. Die Maßnahme löste rechtliche Schritte von Verbraucherschützern aus, die die Preiserhöhung als unrechtmäßig anfechten. Das Unternehmen verteidigte die Anpassung mit Verweis auf gestiegene Kosten.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband reichte eine Sammelklage gegen Vodafone ein. Über 110.000 Kunden schlossen sich dem Verfahren an und fordern Erstattungen für die Preiserhöhung. Vodafone wies die Vorwürfe zurück und betonte, die Anpassung sei aufgrund höherer Ausgaben notwendig gewesen.
Das Oberlandesgericht Hamm setzte das Verfahren Ende 2024 aus. Die Richter legten zentrale Rechtsfragen dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg vor. Nun wartet das Gericht auf eine Klärung des EU-Rechts, bevor es weiterverhandelt werden kann.
Eine Wiederaufnahme des Falls vor 2026 gilt als unwahrscheinlich. Die Verzögerung ergibt sich aus der Zeit, die der EuGH für die Prüfung der Sachverhalte benötigt. Bis dahin ruht die Klage.
Der Rechtsstreit um die Preiserhöhung von Vodafone wird sich damit bis 2026 hinziehen. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs wird entscheiden, ob das Vorgehen des Unternehmens rechtmäßig war. Betroffene Kunden müssen vorerst auf eine endgültige Entscheidung warten.






