Wählerstimmung in NRW kippt: CDU und SPD verlieren, AfD und Grüne legen zu
Christoph DöhnWählerstimmung in NRW kippt: CDU und SPD verlieren, AfD und Grüne legen zu
Stimmung der Wähler in Nordrhein-Westfalen hat sich in den letzten Monaten deutlich gewandelt
Die Zustimmung zur Landesregierung ist auf 42 Prozent gesunken – ein spürbarer Rückgang gegenüber dem Beginn des Jahres. Gleichzeitig rücken Sorgen um Infrastruktur und Verkehr auf die politische Agenda.
Die jüngsten Umfragen zeigen deutliche Verschiebungen in der Parteilandschaft. Kanzler Hendrik Wüsts CDU verliert drei Prozentpunkte und kommt nun auf 32 Prozent (Stand: Februar). Auch die SPD unter Jochen Ott büßt drei Punkte ein und fällt mit 17 Prozent auf den tiefsten Stand seit einem Jahr.
Die Grünen legen zwei Punkte zu und erreichen 15 Prozent. Die rechtspopulistische AfD steigt auf 17 Prozent und liegt damit gleichauf mit den Grünen als zweitstärkste Kraft. Die FDP überwindet mit einem Plus von einem Punkt erstmals seit April 2024 die Fünf-Prozent-Hürde.
Auch die politischen Prioritäten der Bürger haben sich verändert: 31 Prozent nennen Infrastruktur, öffentlichen Nahverkehr und Verkehrsprobleme als drängendstes Thema. Bildung und Schulen folgen mit 24 Prozent, während Migration mit 20 Prozent an Bedeutung verliert. Jeder vierte Befragte berichtet von erheblichen Behinderungen durch Brückensperrungen und Staus an Werktagen.
Die wirtschaftliche Unsicherheit wächst. Nur noch 22 Prozent der Wähler bezeichnen die wirtschaftliche Lage des Landes als sehr gut oder gut – ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Sorge um den Arbeitsplatz nimmt zu: 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten nun Arbeitslosigkeit, sechs Punkte mehr als 2023.
Die Umfrage zeigt einen klaren Vertrauensverlust in die Regierung sowie wachsende Besorgnis über Infrastruktur und wirtschaftliche Stabilität. Während AfD und Grüne an Zustimmung gewinnen, verlieren CDU und SPD an Boden. Die Wähler konzentrieren sich zunehmend auf Verkehr, Bildung – und weniger auf Migration.
