Wie das Oktoberfest aus einer königlichen Hochzeit zum Weltereignis wurde
Kristiane DippelWie das Oktoberfest aus einer königlichen Hochzeit zum Weltereignis wurde
Das Oktoberfest – vom königlichen Hochzeitsfest zum größten Bierfest der Welt
Jährlich lockt das Oktoberfest, das größte Bierfest der Welt, Millionen Besucher nach München. Was vor über 200 Jahren als Feier zu einer königlichen Hochzeit begann, hat sich längst zu einem globalen Ereignis entwickelt – und bewahrt doch seine traditionellen bayerischen Wurzeln.
Das erste Oktoberfest fand am 12. Oktober 1810 statt und markierte die Vermählung von Kronprinz Ludwig von Bayern mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Das fünftägige Fest wurde auf der Theresienwiese abgehalten, die heute von den Einheimischen schlicht Wiesn genannt wird. Im Laufe der Zeit wuchs das Fest an Größe und Bekanntheit, blieb aber stets mit seinem ursprünglichen Standort verbunden.
Heute dauert das Oktoberfest 16 bis 18 Tage – es beginnt Ende September und endet am ersten Oktoberwochenende. Der 31. Oktober wird bewusst gemieden, da in Deutschland an diesem Tag der Reformationstag begangen wird. Das Fest besticht durch riesige Bierzelte, traditionelle bayerische Speisen, Fahrgeschäfte und ausgelassene Umzüge. Trotz seines internationalen Rufs bleibt es seinen Ursprüngen treu und verbindet alte Bräuche mit moderner Festkultur.
Im Münchner Stadtarchiv werden seltene Fotografien vergangener Feste aufbewahrt, die einen Einblick geben, wie sich das Oktoberfest über die Jahre wandelte – ohne dabei seine Kerntraditionen zu verlieren.
Das Oktoberfest ist nach wie vor ein zentrales kulturelles und wirtschaftliches Ereignis für München. Jahr für Jahr bringt es Einheimische und Touristen zusammen – für Bier, Musik und bayerische Lebensart. Die einzigartige Mischung aus Geschichte und Unterhaltung sichert dem Fest seinen Platz als eines der berühmtesten Treffen der Welt.






