Wie Landwirte ihre Erträge trotz Dürre und Trockenheit sichern können
Kristiane DippelWie Landwirte ihre Erträge trotz Dürre und Trockenheit sichern können
Dürre betrifft immer mehr Regionen – besonders im Frühjahr und Frühsommer. Landwirte stehen vor größeren Herausforderungen, um unter trockenen Bedingungen stabile Erträge zu sichern. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft hat nun neue Strategien veröffentlicht, die bei der Anpassung helfen sollen.
Besonders Böden mit hohem Ertragspotenzial, aber geringem Humusgehalt leiden stärker unter Trockenperioden. Durch die Zugabe von Mist, Kompost, Stroh oder Festmist lässt sich der Humusanteil erhöhen – das verbessert die Wasserspeicherfähigkeit und hilft den Pflanzen, längere Zeit ohne Regen zu überstehen.
Auch die Wahl der angebauten Kulturen spielt eine entscheidende Rolle. Pflanzen wie Zuckerrüben, die über tiefreichende und kräftige Wurzelsysteme verfügen, kommen besser mit Trockenphasen zurecht. Der Anbau von Sorten mit unterschiedlichen Spitzenwasserbedarfen verringert zudem das Risiko, dass alle Kulturen gleichzeitig unter Wassermangel leiden.
Frühreife Sorten bringen in Dürrejahren Vorteile, können aber in feuchten Jahren aufgrund begrenzter Sonneneinstrahlung geringere Erträge liefern. Ertragsstabile Sorten sind zwar nicht immer die Spitzenreiter an einem Standort, bieten jedoch zuverlässige Ergebnisse über verschiedene Regionen hinweg.
Winterroggen entwickelt sich früher als Ausfallgetreide wie Weizen und blüht sowie bildet Körner oft noch zu einem Zeitpunkt, an dem Wasser verfügbar ist. In Gebieten mit Frühsommertrockenheit kann der Ersatz von Ausfallweizen durch Winterroggen daher eine sinnvolle Taktik sein.
Die neuen Leitlinien sollen Landwirten helfen, Kulturen und Bodenbewirtschaftungsmethoden auszuwählen, die besser an trockenere Bedingungen angepasst sind. Durch angepasste Anbaustrategien und eine verbesserte Bodengesundheit lassen sich Ertragsverluste in regenarmen Phasen verringern. Die Empfehlungen konzentrieren sich dabei auf praktische Maßnahmen statt auf allgemeine Prognosen.






