Wildunfälle im Kreis Steinfurt erreichen traurigen Rekord – über 2.800 Kollisionen pro Jahr

Christoph Döhn
Christoph Döhn
2 Min.
Ein Reh grast am Straßenrand, umgeben von Gras und einem Zaun, mit Bäumen im Hintergrund.Christoph Döhn

Wildunfälle im Kreis Steinfurt erreichen traurigen Rekord – über 2.800 Kollisionen pro Jahr

Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen verzeichnet bundesweit die meisten Wildunfälle – über 2.800 Vorfälle allein im vergangenen Jahr

Um das Problem einzudämmen, haben Polizei und Jäger kürzlich eine Geschwindigkeitskontrolle auf einer Landstraße zwischen Horstmar und Burgsteinfurt durchgeführt. Ziel der Aktion war es, Autofahrer über die Gefahren von Wildunfällen aufmerksam zu machen.

Die Initiative folgte auf Jahre mit steigenden Unfallzahlen, an denen Rehe und anderes Wild beteiligt waren. Die idealen Lebensbedingungen für Wildtiere im Münsterland haben zu einem deutlichen Anstieg der Kollisionen geführt. Allein in den vergangenen fünf Jahren endeten zwölf dieser Aktionen mit schweren Verletzungen oder Todesfällen, wie aus Polizeiberichten hervorgeht.

Während der Geschwindigkeitskontrolle zeigten sich die meisten Fahrer einsichtig und reagierten positiv auf die Hinweise. Einige wurden jedoch beim Rasen erwischt und mussten mit Bußgeldern oder Verwarnungen rechnen. Die Behörden betonten, dass eine angepasste Geschwindigkeit in Risikogebieten viele Aktionen verhindern könnte.

Die Aktion war Teil einer umfassenderen Kampagne zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Polizei und Jäger im Kreis Steinfurt arbeiten nun an weiteren Aufklärungsmaßnahmen. Zudem sind zusätzliche Schritte geplant, um die Zahl der wildtierbedingten Aktionen in der Region zu senken.

Die jüngsten Geschwindigkeitskontrollen unterstreichen die anhaltende Gefahr durch Wildunfälle in Steinfurt. Mit weiteren geplanten Initiativen hoffen die lokalen Behörden, die Unfallraten zu drücken. Autofahrer werden dazu aufgerufen, besonders in Gebieten mit hohem Wildaufkommen wachsam zu bleiben.