01 May 2026, 08:22

Willich plant Kürzung von Geschwisterrabatten – Eltern protestieren gegen höhere Kita-Gebühren

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen zeigt, die Familien monatlich Hunderte Dollar kosten können.

Willich plant Kürzung von Geschwisterrabatten – Eltern protestieren gegen höhere Kita-Gebühren

In Willich regt sich Widerstand gegen Pläne, die Gebühren für Kinderbetreuung in Familien mit mehreren Kindern anzupassen. Die unter finanziellen Druck geratene Stadt schlägt vor, Geschwisterrabatte zu kürzen, um Kosten zu sparen und die Einnahmen zu erhöhen. Eltern und lokale Initiativen üben scharfe Kritik an den Vorhaben und bezeichnen sie als ungerecht.

Die Debatte entzündete sich, als Willich nach Wegen suchte, die angespannte Haushaltslage zu entlasten. Die Verantwortlichen schlugen vor, die Geschwisterermäßigungen für das erste Kind in der Kita auf 75 oder 80 Prozent zu begrenzen. Bei der Nachmittagsbetreuung soll der Rabatt auf 60 oder 70 Prozent sinken. Mit diesen Änderungen will die Stadt durch die Reduzierung der Befreiungen rund 500.000 Euro einnehmen.

Bürgermeister Christian Pakusch betonte, dass es in der Diskussion um die Anpassung der Geschwisterbeiträge und die Gebührenanpassung gehe – nicht um die vollständige Streichung der Rabatte. Zudem wies er darauf hin, dass alle Empfehlungen noch von den gewählten Vertretern geprüft und beschlossen werden müssten.

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In Nachbarstädten wie Nettetal und Kempen wird bereits eine Geschwistergebühr von 50 Prozent für alle Betreuungsangebote erhoben. Doch in Willich stoßen die Pläne auf Empörung. Der Jugend- und Erziehungsbeirat der Eltern (JAEB) lehnt die neuen Gebühren und jegliche Erhöhungen ab, während die SPD-Fraktion es ablehnt, den Haushalt auf Kosten der Eltern auszugleichen.

Zusätzlich plant die Stadt, die dynamische Gebührenanpassung auf drei Prozent zu begrenzen, was weitere 100.000 Euro einbringen soll. Trotz laufender Gespräche haben sich aus der Debatte um die Kinderbetreuung bisher keine wesentlichen Verbesserungen ergeben.

Sollten die Änderungen beschlossen werden, würde die finanzielle Unterstützung für Familien mit mehreren Kindern in Willich sinken. Die Stadt rechnet durch die Anpassungen mit Mehreinnahmen von 600.000 Euro. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den lokalen Politikern, die die Vorschläge gegen den öffentlichen Widerstand abwägen müssen.

Quelle