22 March 2026, 08:18

Willicher Eltern kämpfen um gestrichene Kita-Plätze und fordern klare Antworten

Plakat für den American Rescue Plan mit dem Text, dass er die Kinderarmut in der Hälfte reduzieren würde und ein Bild einer vielfältigen Gruppe von Menschen.

Willicher Eltern kämpfen um gestrichene Kita-Plätze und fordern klare Antworten

Eltern und Kita-Befürworter in Willich fordern dringend Antworten, nachdem zwei geplante Kindertagesstätten gestrichen wurden. Die Abschaffung der Projekte folgt auf Haushaltskürzungen und geringere Anmeldezahlen – übrig bleibt nur noch ein neues Vorhaben in der Planung. Verärgert über die ausbleibende Reaktion haben Aktivisten nun eine öffentliche Initiative für lokale Lösungen gestartet.

Hinter der Kampagne stehen Elternvertreter sowie der Förderverein Kita Alperof. Sie richteten kürzlich einen zweiten offenen Brief an Bürgermeister Pakusch und verlangten Aufklärung über die Entscheidungen der Stadt und deren Auswirkungen auf Familien.

Der Streit begann am 6. März, als der Förderverein Kita Alperof und Elternvertreter erstmals an Bürgermeister Pakusch schrieben. In ihrem Schreiben äußerten sie Bedenken wegen der Schließung zweier geplanter Kitas im Norden und Nordosten Willichs. Trotz vergangener Wochen blieb eine offizielle Antwort aus.

Als Reaktion verschickte die Gruppe nun ein weiteres Schreiben, in dem sie die Argumentation der Stadt infrage stellt, wonach längere Fahrten zu bestehenden Einrichtungen hinnehmbar seien. Sie betonen, dass vor Ort verfügbare Betreuung für berufstätige Eltern unverzichtbar sei. Um dies zu unterstreichen, starteten sie die Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege" und unterstrichen damit die Notwendigkeit von Betreuungsangeboten im direkten Wohnumfeld.

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Durch die Streichungen bleibt das generationenübergreifende Zentrum Reinershof als einziges verbleibendes kommunales Projekt. Die Kita Alperof soll dorthin umziehen, doch Fragen zu Finanzierung und der Rolle der Stadt sind ungeklärt. Ein namentlich nicht genannter Investor ist in das Vorhaben eingebunden, doch Details zu finanziellen Zusagen wurden nicht veröffentlicht.

Exakte Zahlen zum Betreuungsbedarf der vergangenen fünf Jahre liegen nicht vor, da weder die Stadt noch das Landesjugendamt Nordrhein-Westfalen aktuelle Daten veröffentlicht hat. Diese mangelnde Transparenz verstärkt die Verärgerung der Eltern, die von der Kommunalpolitik klarere Planung und bessere Kommunikation fordern.

Die Initiatoren haben Bürgermeister Pakusch zu einer offenen Diskussion eingeladen, um tragfähige Lösungen für die Willicher Kita-Situation zu finden. Ohne Reaktion wächst der Druck auf die Stadt, sich zu Finanzierungsfragen zu äußern und ihre langfristige Strategie offenzulegen.

Bis auf Weiteres bleiben Familien in Unsicherheit, da das Reinershof-Projekt die einzige neue Option darstellt. Das Ergebnis der Gespräche – sofern sie stattfinden – wird entscheiden, ob weitere lokale Betreuungsplätze gesichert werden können.

Quelle