01 May 2026, 04:20

Willichs Haushalt 2026: Streit um Kinderbetreuung und 25-Millionen-Defizit

Schwarze und weiße Stadtkarte mit einem Fluss, beschriftet mit "Vorgeschlagenes S-Bahn-Projekt" auf der linken Seite, zeigt Straßen, Autobahnen und Stadtmerkmale.

Willichs Haushalt 2026: Streit um Kinderbetreuung und 25-Millionen-Defizit

Der Stadtrat von Willich hat in einer zügigen Sitzung den Haushalt für 2026 verabschiedet – trotz anhaltender Streitigkeiten über die Kosten für Kinderbetreuung und die angespannte Finanzlage. Die Entscheidung folgte hitzigen Debatten über Gebührenerhöhungen und Kürzungen bei Leistungen, bei denen Eltern und Politiker über die Prioritäten der Mittelvergabe aneinandergerieten.

Der Haushalt wurde mit breiter Zustimmung angenommen, doch die Sorgen über das Defizit der Stadt in Höhe von 25 Millionen Euro überwogen. Die Grünen unterstützten den Plan, warnten jedoch, dass die finanzielle Situation Willichs dringend angegangen werden müsse.

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Eltern hatten zuvor Pläne kritisiert, die Gebühren für Kinderbetreuung zu erhöhen und eine stärkere jährliche Kostenanpassung einzuführen. Der Jugendhilfeausschuss lehnte sowohl die Geschwisterkind-Gebührenregelung als auch die erhöhte Anpassung ab, die der Rat später von zwei auf drei Prozent anhob. Zudem hielt der Stadtrat an seiner Entscheidung fest, die ermäßigten Gebühren für Geschwisterkinder in Kindergärten abzuschaffen.

Die SPD brachte Sparmaßnahmen ein, die unter anderem Zimmerpflanzen in städtischen Gebäuden, bestimmte Nachhaltigkeitsprojekte und Mietzuschüsse für Unternehmen betrafen. Obwohl die Fraktion dem Haushalt zustimmte, betonte sie die Notwendigkeit, die Familienförderung zu schützen. Sie begrüßte zwar die Bauturbo-Initiative für schnelleren sozialen Wohnungsbau, lehnte jedoch die Streichung des 49-Euro-Tickets für anspruchsberechtigte Studierende ab.

Die Debatten blieben sachlich, wobei sich alle Fraktionsvertreter strikt an die Redezeitbegrenzung von fünf Minuten hielten. Die Effizienz des Rates stand damit im Kontrast zu den Spannungen über Kürzungen und Anpassungen bei den Leistungen.

Der verabschiedete Haushalt sieht eine jährliche Erhöhung der Kinderbetreuungsgebühren um drei Prozent vor und behält die vollen Gebühren für Geschwisterkinder bei. Angesichts eines erwarteten Fehlbetrags von 25 Millionen Euro steht die Stadt nun vor der Herausforderung, Sparmaßnahmen mit dem wachsenden Bedarf an Familien- und Wohnungsbauunterstützung in Einklang zu bringen.

Quelle