Willichs Wasserwerk filtert PFAS aus Trinkwasser – 65.000 Einwohner sicher versorgt

Nina Pohl
Nina Pohl
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Ein detailliertes Zeichnung eines Wasseraufbereitungssystems aus dem deutschen Patent 666, das Komponenten wie eine Pumpe und Ventile zeigt, zusammen mit dem Patenttext.Nina Pohl

Willichs Wasserwerk filtert PFAS aus Trinkwasser – 65.000 Einwohner sicher versorgt

Willichs Wasserwerk bekämpft seit Anfang 2023 PFAS-Belastung im Trinkwasser

Eine neu installierte Filteranlage, die in weniger als sieben Monaten fertiggestellt wurde, sorgt nun für sicheres Wasser für 65.000 Einwohner in Willich und Meerbusch-Osterath. Ursache des Problems ist die illegale Entsorgung von Löschschaum, der schädliche PFAS-Chemikalien enthält.

Die Darderhöfe-Wasserwerke in Willich nahmen am 26. Januar 2023 acht Aktivkohlefilter in Betrieb. Zwei weitere Filter stehen als Reserve bereit, sodass insgesamt zehn Filter verfügbar sind. Diese reinigen täglich rund 11.000 Kubikmeter Wasser – davon gehen 9.000 nach Willich und 2.000 nach Osterath.

Die Anlage wurde auf einer Fläche von 1.100 Quadratmetern errichtet und kostete 1,4 Millionen Euro. Die jährlichen Wartungskosten belaufen sich auf etwa 200.000 Euro, wobei die Filter alle sechs Monate aufgrund von PFAS-Ablagerungen ausgetauscht werden müssen. Das gereinigte Wasser entspricht nun der aktualisierten Trinkwasserverordnung und weist PFAS-Werte von unter sieben Nanogramm pro Liter auf.

Seit 2023 wurden in anderen deutschen Regionen keine vergleichbaren Belastungen gemeldet, die eine Filterung erfordern. Unterdessen bereitet der Willicher Versorger rechtliche Schritte vor, um die durch die Verschmutzung entstandenen Kosten zurückzufordern.

Die Filteranlage hat die PFAS-Werte im Trinkwasser erfolgreich reduziert. Durch laufende Wartung und mögliche Klagen strebt der Versorger an, die langfristigen Kosten zu bewältigen. Die Bewohner erhalten weiterhin aufbereitetes Wasser, das den Sicherheitsvorschriften entspricht.