28 March 2026, 20:20

Wissing verlässt FDP und fordert radikalen Strategiewechsel vor Führungswahl

Deutsches Propagandaplakat der NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa.

Wissing verlässt FDP und fordert radikalen Strategiewechsel vor Führungswahl

Der ehemalige FDP-Generalsekretär Volker Wissing hat die Partei nach dem Scheitern von Bundeskanzler Olaf Scholz' Ampelkoalition verlassen. Er bleibt zwar als parteiloses Mitglied im Kabinett, übt aber scharfe Kritik an der aktuellen Ausrichtung der FDP unter ihrer Führung. Wissing fordert die Liberalen nun auf, ihre politische Strategie vor der entscheidenden Führungswahl im Mai grundlegend zu überdenken.

Wissing, der bis zu seinem Austritt als FDP-Generalsekretär amtierte, argumentiert, die Partei habe mit ihrem bisherigen Kurs keine Wahlen gewinnen können. Sein zentraler Vorwurf: Die FDP biete den Wählern keine klare Zukunftsperspektive. Stattdessen brauche es eine überzeugende Vision.

Seit Christian Dürr im Mai 2025 den Parteivorsitz übernommen hat, verfolgt die FDP eine konsequent marktliberale Agenda. Dürrs Fokus auf eine entfesselte freie Marktwirtschaft zielt darauf ab, Wähler anzusprechen, die sich für ihre Leistungen nicht ausreichend belohnt fühlen – viele von ihnen sind bereits zur CDU oder AfD gewechselt. Dieser Strategiewechsel folgte nach herben Wahlniederlagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz 2026, woraufhin die FDP-Spitze auf dem anstehenden Parteitag geschlossen zurücktreten und sich zur Wiederwahl stellen will.

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Wissing wirft Dürr vor, die FDP mit einem "libertären Kurs" zu weit nach rechts zu führen. Mit seiner Kritik steht er nicht allein: Auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann hinterfragt die aktuelle Marschrichtung. Dürr sieht sich jedoch innerparteilich Herausforderern wie Henning Höne gegenüber – die finale Entscheidung über die Führung fällt auf dem Parteitag im Mai.

Die künftige Ausrichtung der FDP wird sich auf dem Parteitag im kommenden Monat entscheiden. Wissings Austritt unterstreicht die tiefen internen Gräben in Sachen Strategie und Ideologie. Das Ergebnis wird zeigen, ob die Partei an ihrem marktliberalen Kurs festhält – oder ob sie einen neuen Weg einschlägt.

Quelle