Wittens Wildgehege steht seit Juli 2025 leer – was kommt danach?
Kristiane DippelWittens Wildgehege steht seit Juli 2025 leer – was kommt danach?
Wildgehege auf Wittens Hohenstein seit Juli 2025 verwaist
Das Wildschweingehege auf dem Hohenstein in Witten steht seit Juli 2025 leer. Einst ein beliebtes Ausflugsziel, lockte es vor seiner Schließung jährlich zwischen 50.000 und 60.000 Besucher an. Nun muss die Stadt entscheiden, wie es mit dem Gelände weitergeht.
Die Anlage wurde geschlossen, nachdem die letzten acht Wildschweine keuliert worden waren. Überpopulation war seit Langem ein Problem – jährlich wurden etwa zehn Tiere entnommen, um den Bestand zu regulieren. Seit der letzten Keulung liegt das Areal brach.
Die Stadtverwaltung schlägt vor, das Gelände in ein "experimentelles Forstgebiet" umzuwandeln. Dort sollen seltene Baumarten gepflanzt werden, was dem Standort eine neue ökologische Ausrichtung geben würde. Die CDU-Fraktion hingegen fordert eine Bürgerbeteiligung, um die beste Nachnutzung des Geländes zu ermitteln.
Die SPD-Fraktion unterstützt den Vorschlag, die Anwohner in den Entscheidungsprozess einzubinden. Sie wird auf der kommenden Ratssitzung für eine öffentliche Beteiligung stimmen. Die AfD-Fraktion hingegen setzt sich für einen anderen Weg ein: Ihr Antrag sieht vor, das Gehege wieder mit Wildschweinen zu besetzen und damit seinen ursprünglichen Zweck zu reaktivieren.
Die endgültige Entscheidung fällt in der Ratssitzung am 23. Februar 2026.
Die Zukunft des Hohenstein-Geheges liegt nun in den Händen der Wittener Stadträte. Ihre Wahl wird bestimmen, ob das Gelände zu einem forstwirtschaftlichen Projekt wird, als Wildschweingehege wiedereröffnet oder eine ganz andere Richtung einschlägt. Das Ergebnis wird auch zeigen, wie stark die Bürger an der Gestaltung des nächsten Kapitels dieses Ortes beteiligt werden.






