Wuppertal tanzt gegen Gewalt: "One Billion Rising" setzt starkes Zeichen für Frauenrechte

Kristiane Dippel
Kristiane Dippel
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Eine Frau in einem grünen T-Shirt steht bei einer Demonstration und hölt ein weißes Schild, hinter ihr stehen viele andere Menschen.Kristiane Dippel

Wuppertal tanzt gegen Gewalt: "One Billion Rising" setzt starkes Zeichen für Frauenrechte

Wuppertal schließt sich der globalen "One Billion Rising"-Kampagne an

Diese Woche beteiligte sich Wuppertal an der weltweiten Aktion "One Billion Rising" als Zeichen des Protests gegen Gewalt an Frauen. Die Stadt organisierte einen Flashmob-Tanz auf dem Johannes-Rau-Platz, bei dem die Teilnehmenden rote Tücher als Symbol des Widerstands schwenkten. Die Veranstaltung fand bewusst unter der Woche statt, um Schulklassen die Teilnahme zu ermöglichen.

Der Protest steht in einem Kontext wachsender Besorgnis über häusliche Gewalt in Wuppertal. Allein im Jahr 2025 wurden fast 1.000 Fälle gemeldet – die Frauen bilden die überwiegende Mehrheit der Opfer. Das Frauenhaus der Stadt ist seit Monaten vollständig ausgelastet, was den anhaltend hohen Bedarf an Unterstützung unterstreicht.

Auch benachbarte Städte im Bergischen Land beteiligten sich an der Kampagne. Solingen, Sprockhövel und Wülfrath veranstalteten am Valentinstag eigene Aktionen. Die Proteste sind Teil einer bundesweiten Bewegung: Seit dem Start von "One Billion Rising" 2012 machen Städte wie Berlin, Rostock und Saarbrücken regelmäßig mit.

Die Wuppertaler Veranstaltung lenkte die Aufmerksamkeit auf die anhaltende Problematik geschlechtsspezifischer Gewalt. Durch die Wahl eines Wochentags konnten gezielt Schülerinnen und Schüler erreicht werden. Die roten Tücher, ein prägnantes visuelles Zeichen, verstärkten die Botschaft von Solidarität und Widerstand.

Die Kampagne in Wuppertal reiht sich ein in die wachsenden Forderungen nach mehr Schutz vor Gewalt gegen Frauen. Angesichts überlasteter Frauenhäuser und steigender Fallzahlen zielen die Proteste darauf ab, den Druck auf die Verantwortlichen aufrechtzuerhalten. Ähnliche Aktionen in der gesamten Region zeigen, dass das Thema für Gemeinden bundesweit weiterhin Priorität hat.