Wüst verspricht 60 Milliarden für NRWs marode Infrastruktur – und startet Wahlkampf 2027
Horst-Dieter GertzWüst verspricht 60 Milliarden für NRWs marode Infrastruktur – und startet Wahlkampf 2027
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat 60 Milliarden Euro für die Sanierung der Infrastruktur in den kommenden zwölf Jahren zugesagt. Seine Neujahrsansprache, gehalten am Rand eines leergepumpten Schwimmbeckens in einer Dorstener Förderschule, rückte das Thema in den Mittelpunkt der Agenda seiner Bundesregierung. Gleichzeitig markierte die Rede den inoffiziellen Startschuss für seinen Wahlkampf zur Landtagswahl 2027.
Wüst wählte für seine traditionelle Jahresrede einen ungewöhnlichen Ort: den Rand eines leeren Beckens in einer Schule für Schüler mit Behinderungen. Die Symbolik war bewusst gewählt – das Becken soll saniert und künftig wieder für Rollstuhlfahrer zugänglich sein. In seiner Ansprache betonte er die dringende Notwendigkeit, die marode Infrastruktur in NRW zu modernisieren – von Brücken und Straßen bis hin zu Kitas, Schulen und Krankenhäusern.
Das 60-Milliarden-Paket soll in den nächsten zehn Jahren in Bildung, Gesundheitswesen und wirtschaftliche Projekte fließen. Wüst stellte die Investitionen als zentrale Priorität dar und warnte, dass die Bürger seine Bundesregierung an deren Umsetzung messen würden. Zugleich gab die Rede den Ton für seine Wiederwahlkampagne 2027 vor – die Wähler werden seine Amtsführung an der Erfüllung dieser Versprechen bewerten. Noch ist nicht bekannt, wo Wüst seine Neujahrsansprache 2027 halten wird. Mit dem nun eingeläuteten Wahlkampf wächst jedoch der Druck, bei den Infrastrukturvorhaben schnell sichtbare Fortschritte zu erzielen.
Der 60-Milliarden-Plan wird über Wüsts politische Zukunft entscheiden. Gelingt es, Schulen, Krankenhäuser und Verkehrswege wie angekündigt zu sanieren, könnte die Investitionsoffensive zum Kernstück seines Wahlkampfs 2027 werden. Das leere Becken in Dorsten steht nun als Mahnmal – sowohl für die bevorstehenden Herausforderungen als auch für die Zusagen der Bundesregierung.






