Zugbegleiter nach rassistischem Angriff am Bahnhof Gelsenkirchen schwer verletzt
Nina PohlZugbegleiter nach rassistischem Angriff am Bahnhof Gelsenkirchen schwer verletzt
Am 19. Juni wurde ein 31-jähriger Zugbegleiter auf der S2-Linie am Bahnhof Gelsenkirchen-Rotthausen von einem Fahrgast angegriffen. Der Vorfall begann während einer routinemäßigen Ticketkontrolle und eskalierte zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung. Die Polizei wurde kurz nach 14:15 Uhr alarmiert.
Der Zugbegleiter hatte den 42-jährigen Nigerianer aus Gelsenkirchen während der Kontrolle angesprochen. Der Fahrgast besaß zwar ein gültiges Deutschlandticket, ihm fehlte jedoch der erforderliche Fahrradzuschlag. Er reagierte aggressiv, beleidigte den Zugbegleiter rassistisch und riss ihm das Ticket aus der Hand.
Der Mann stellte sich daraufhin bedrohend vor den Zugbegleiter und schlug mehrmals auf ihn ein, unter anderem ins Gesicht. Während des Handgemenges biss er den Zugbegleiter auch in den Arm und in den Rücken. Beamte sicherten später die Videoaufnahmen aus dem Zug als Beweismaterial.
Der Zugbegleiter erlitt mehrere Verletzungen und wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung gegen den Fahrgast ein. Der Zugbegleiter befindet sich nach dem Angriff weiterhin in ärztlicher Behandlung. Die Behörden werten die Videoaufnahmen im Rahmen der laufenden Ermittlungen aus. Dem Fahrgast drohen nun Anklagen wegen der Körperverletzung und seines aggressiven Verhaltens während des Vorfalls.
