Zwei historische Bäume am Paulinum fallen für Neubau und Pilzbefall

Christoph Döhn
Christoph Döhn
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Trockene Blätter und Zweige auf dem Boden mit Pflanzen und Bäumen im Hintergrund.Christoph Döhn

Zwei historische Bäume am Paulinum fallen für Neubau und Pilzbefall

Baumfällungen und Ersatzpflanzungen am Gymnasium Paulinum

11. Dezember 2025

Am Gymnasium Paulinum in Münster werden am 12. Dezember 2025 zwei ausgewachsene Bäume gefällt. Die Fällungen sind notwendig, um Platz für einen geplanten Erweiterungsbau zu schaffen, und wegen eines Pilzbefalls bei einem der Bäume. Nach Abschluss der Bauarbeiten Mitte 2027 sollen größere Ersatzbäume gepflanzt werden.

Betroffen sind ein Bergahorn im nördlichen Innenhof sowie eine 80-jährige Rotbuche. Während die Buche von einem Pilz befallen ist, muss der Ahorn dem Neubau eines Anbaus weichen. Dieser ist Teil der schulischen Anpassungen an das G9-System, das erhöhten Raumbedarf mit sich bringt.

Die Bauarbeiten für den Anbau auf der Ostseite des Gymnasiums beginnen Anfang 2026 und sollen bis Mitte 2027 abgeschlossen sein. Anschließend wird das Amt für Mobilität und Tiefbau der Stadt im dritten Quartal 2027 die Ersatzpflanzungen vornehmen.

Die neuen Bäume fallen mit Stammumfängen von 30 bis 35 Zentimetern und Höhen von fünf bis sechs Metern größer aus als übliche Pflanzungen. Es werden heimische Laubbäume wie Stieleichen, Linden und Ahorn gesetzt, darunter auch eine Gemeine Esche, ein Blasenbaum, ein Feldahorn und eine Silber-Linde. Die Silber-Linde hat eine besondere Bedeutung: Sie soll an den ältesten bekannten jüdischen Friedhof erinnern, der unter dem nördlichen Innenhof liegt.

Die Fällung der beiden Bäume erfolgt im Dezember 2025, gefolgt von den Bauarbeiten bis Mitte 2027. Nach deren Abschluss werden die Ersatzbäume gepflanzt – ausgewählt nach Größe, heimischer Herkunft und Klimaresistenz. Das Projekt verbindet so Entwicklungsbedarf mit ökologischen und historischen Aspekten.