30 April 2026, 02:20

73-Jährige stirbt nach Straßenbahnunfall in Bremen – Schaulustige behindern Rettungseinsatz

Rote und weiße Tram in einen Straßenunfall verwickelt mit wenigen Menschen in der Nähe und einem Gebäude im Hintergrund.

73-Jährige stirbt nach Straßenbahnunfall in Bremen – Schaulustige behindern Rettungseinsatz

Eine 73-jährige Frau ist am Montagnachmittag im Bremer Stadtteil Tenever ums Leben gekommen, nachdem sie von zwei Straßenbahnen erfasst worden war. Der Unfall ereignete sich, als die Frau versuchte, die Gleise an der Sankt-Gotthard-Straße zu überqueren. Rettungskräfte hatten mit Verzögerungen zu kämpfen, weil sich eine große Menschenmenge am Unfallort versammelte.

Das Unglück geschah kurz nach Mittag, als die Frau beim Überqueren der Straßenbahnschienen von den Fahrzeugen erfasst wurde. Sie erlitt schwere Kopfverletzungen und verstarb noch am Unfallort.

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Rund 250 Schaulustige strömten schnell zusammen und behinderten die Bergungsarbeiten. Die Polizei musste eingreifen, persönliche Daten aufnehmen und mindestens ein Handy eines Zuschauers beschlagnahmen. Die Behörden warnten später, dass Personen, die Rettungseinsätze behindern oder sich weigern, solche Unfallstellen zu verlassen, mit Bußgeldern oder sogar Haftstrafen von bis zu zwei Jahren rechnen müssten.

Die Straße blieb bis etwa 17:45 Uhr gesperrt, während Ermittler und Bergungsteams vor Ort arbeiteten. Beide Straßenbahnfahrer, die in den Zusammenstoß verwickelt waren, befanden sich nach dem Unfall in einem Schockzustand.

Die Behörden prüfen nun, ob rechtliche Schritte gegen Personen eingeleitet werden, die am Unfallort gafften – insbesondere gegen diejenigen, die die Rettungsmaßnahmen behinderten.

Der Tod der Frau hat eine polizeiliche Untersuchung der Unfallumstände ausgelöst. Zudem wird geprüft, ob Anklage gegen Schaulustige erhoben wird, die die Bergungsarbeiten gestört haben. Der Vorfall wirft Fragen nach dem Verhalten der Öffentlichkeit an Einsatzorten auf.

Quelle